„Kriege sind einfach zu begrenzt. Sie lohnen kaum noch. Aber unsere Ziele erreichen wir dennoch. Einfallsreichtum ist alles.“ Ein Zwiegespräch. Von Christian von Kamp.
(kreuz.net) „Weshalb machen Sie das alles? Was treibt Sie?“
Er sah mich lange traurig an. Dann schüttelte
er den Kopf.
„Gut, was anderes. Sie sagten vorhin, die große Zeit der Kriege sei vorbei.“
„Sie bringen
heutzutage nichts mehr. Sehen Sie, hier ein paar hunderttausend Tote, dort ein oder zwei Millionen – geradezu
lächerlich. Die Kriege sind einfach zu begrenzt, sie lohnen kaum noch. Aber unser Ziel“ – seine Stimme
schnellte in die Höhe – „erreichen wir dennoch. Einfallsreichtum ist alles.“
Ich schaute ihn neugierig
an.
„Wissen Sie, mein Freund, wir gehen heute subtiler zu Werk als früher. Sie werden es kaum glauben,
aber wir waren selbst erstaunt festzustellen, wie wirksam unsere neuen Methoden sind.“ Befriedigt rieb
er sich die Hände. „Die Leute müssen überzeugt sein, aus eigenem Antrieb zu handeln. Dann verrichten
sie jede Arbeit mit Feuereifer.“
„Können Sie Beispiele nennen?“
Er lehnte sich im Sessel zurück und
zündete sich in aller Ruhe eine Zigarre an. Erst nach einigem Zögern begann er:
„Schon viele Jahre
vorher liefen unsere Vorbereitungen. In den Sechzigern ging es dann richtig los.“ Genüßlich ließ er
die Wörter auf der Zunge zergehen. „‘Freiheit’ hieß die Parole. Eine gute Sache.“ Er redete doppeldeutig.
„Freiheit von den Werten der Erwachsenen. Die hatten zwei Weltkriege geführt, und jetzt dachten sie nur
an Häuslebauen und Auto. Konsum. Verständlich, daß die Jugend anderes wollte. Anrührend, nicht wahr?“
Er lachte. „Liebe, oder besser: ‘love’. Frieden. Gleichheit. Wir konnten einige Vokabeln aus der Französischen
Revolution wiederverwenden.“
Mir schwoll der Hals.
„Nachdem wir erst einmal die Basis aktiviert hatten,
waren die Politiker am leichtesten zu handhaben. Sie verhielten sich pflichtgemäß opportunistisch.“
Im
Zwiegespräch:
„Die Politiker verhielten sich pflichtgemäß opportunistisch.“
„Und die Medien?“
„Es
war für uns ein Glücksfall, daß das Fernsehen erfunden wurde. Die Presse hat zwar sehr geholfen, aber
für eine Massenbewegung … Die Glotze ist für unsere Ziele geradezu ideal. Erspart das Denken. Denken
strengt an.“
„Denken ist ein Zeichen von Freiheit!“
Er lachte höhnisch. „Glauben Sie allen Ernstes,
die Menschen wollen frei sein? Ist doch viel zu mühsam. Unser Glück! Ohne die menschlichen Schwächen
wären wir – aufgeschmissen. Trägheit und Bequemlichkeit. Eitelkeit. Macht. Damit sind schon neun Zehntel
gewonnen. Oder auch Verdrängung und Vergeßlichkeit. Es ist unfaßbar, wie schnell Menschen vergessen.
Doch das Beste: Feigheit und Gleichgültigkeit. Diese beiden reichen aus, um Welten zu zerstören …
Aber wir kommen vom Thema ab.“
„Politik. Und Medien …“
„Ja. Und nicht zu vergessen unseren Trumpf.
Ohne den taugen auch die Medien nur die Hälfte, Kapital alleine reicht nicht aus. Unser Trumpf ist die
innere Leere. Sie öffnet für äußerliche Lehren.“ Er grinste über sein eigenes Wortspiel. „Am besten
natürlich für unsere Lehren. Fortschrittsglaube. Materialismus. Egoismus. Feminismus …“
„Feminismus?
Aber …“
„Natürlich. Sie wollen sagen: Frauen waren in vielem benachteiligt. Also haben sie doch zurecht …
Ich stimme Ihnen zu.“
„Aber wieso behaupten Sie …?“
„Es kommt auf die Mischung an. Man nehme ein paar
Tatsachen, lasse hier ein wenig weg, füge dort etwas hinzu, übertreibe ein bißchen, relativiere und
verabsolutiere, stilisiere die extreme Ausnahme zum Regelfall hoch, verändere Worte oder ihre Bedeutung,
schaffe ein Feindbild, klebe sich das Etikett des Retters auf, darüber gieße man ehrliche Empörung –
und schon gärt das Gebräu. Es gibt kaum bessere Methoden, um mit der Menschenbrut fertig zu werden.
Doch, eines gehört noch dazu: Negation ausstreuen, bis der Mensch sich selbst haßt.“
„Aber gerade der
Feminismus mit seiner Unabhängigkeit von den Linken und Grünen und den Medien …“
„… geht seinen
eigenen Weg, wie? Autonom, was? Sie Naivling.“
Ich machte eine heftige Bewegung.
Im Zwiegespräch:
„Fünfzig
Millionen Leichen. Jährlich. Ein besserer Jahresschnitt als im Zweiten Weltkrieg.“
„Hübsch, sehr hübsch.“
Ein maliziöses Lächeln umspielte seinen Mund. „Je mehr sie an ihre Unabhängigkeit glauben, um so bessere
Werkzeuge sind sie.“ Seine Stimme klang perfide. „Und all die anderen, die die Welt verbessern wollen
und sich dabei selbst belügen. Perfekte Welt. Perfekte Menschen. Perfekte Tote.“
Ich sprang auf. Der
Stuhl polterte.
„Fünfzig Millionen Menschen“, rief er mir hinterher. „Durch Abtreibung getötet. Fünfzig
Millionen Leichen. Jährlich. Ein besserer Jahresschnitt als im Zweiten Weltkrieg.“ Seine Stimme wurde
schrill.
„Fünfzig Millionen! Eine phantastische Ausbeute!“
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@Josefus … danke für diesen Einwand. Was sagt die Bibel über menschliche Zellklumpen? Was sagt die
Bibel konkret über bestimmte menschliche Zellklumpen-Stadien? Gruss JR-Europe.org
an den Zellklumpen JP-Europe.org Wenn Du den Wert eines Lebewesens an seiner Größe (Massse) misst, so
wäre also eine Kuh 10-mal mehr wert als ein Mensch, ganz zu schweigen vom Wert eines Elefanten oder eines
Blauwals.
#30 JR-Europe.org 11:50:12 | Sonntag, 23. April 2006
Was sagt eigentlich die Bibel zum 1 mm großen menschlichen Zellklumpen? Ich will, dass Krankenkassen
auch Ihre Grund(!)leistungen selber bestimmen können! Was hat das mit dem Thema zu tun? Sehr viel …
Ich will auch Elitekindergärten- und krippen. Was hat das mit dem Thema zu tun? Sehr viel. Gruss JR-Europe.org
@ deusexmachina Mit Forderungen hat das nichts zu tun. Es ist eine Lehre. Wer sich nach ihr richtet und
keine Kondome benutzt, der muss im Zweifelsfall enthaltsam leben. Tut er das nicht, dann lebt er schlicht
und einfach nicht nach der Lehre. Diese kann dann nicht als Begründung für Missstände herangezogen
werden. Wenn mir mein Arzt sagt ich dürfe das Bett verlassen, wenn ich Krücken benutzen würde, dann
kann ich nicht auf die Krücken pfeifen, das Bett aber dennoch verlassen und anschließend den Arzt für
die Folgen verantwortlich machen. Er hat mir zwar das Verlassen erlaubt, aber eben nur unter bestimmten
Voraussetzungen. Mumpitz“ war, gemessen an so schönen Worten wie „Mord“, eine zweifelsohne freundliche
Alternative, meinen Sie nicht? Heute haben Sie es mit dem Lesen. Auch das Wort Mord kommt in meinen Ausführungen
nicht vor. Sie würden sie am liebsten verbieten. Ganz klasse. Ganz schön gewagt, derlei Ansprüche auf
der Basis einer AUFFASSUNG. Diese Kritik ist absurd. Jede Strafnorm basiert auf Auffassung. Die Forderung
nach dem Verbot irgendeiner Sache basiert ebenfalls immer auf Auffassungen. Die Forderung nach einem Verbot
ist vom Standpunkt der Willensausprägung genauso legitim wie eine gegenteilige Forderung. Auch Ihre Forderung
beruhen auf Ihren Auffassungen, die Sie allerdings zum wiederholten Male nicht begründen können.
#28 deusexmachina 17:31:33 | Samstag, 22. April 2006
@Benedikt Die katholische Kirche kann viel fordern. Besonders gerne fordert sie Dinge, die nachweislich
in der Praxis nicht zu gewährleisten sind – Enthaltsamkeit ist da das Lieblingsspielzeug, stellt doch
die Forderung nach ihr und der Verstoß dagegen einen unerschöpflichen Quell der „Sünde“ dar, für die
sich ebenjene Kirche dann als Absolutionsinstanz anbietet… merken Sie was? Der ganze Käse ist nichts
als eine gigantische Marketingmasche, und das seit bald 2000 Jahren. „Mumpitz“ war, gemessen an so schönen
Worten wie „Mord“, eine zweifelsohne freundliche Alternative, meinen Sie nicht? Ich habe Ihnen mehrfach
(als DDL) Argumente gegen Ihre Auffassung gebracht, das brauchen wir nicht zu wiederholen. SIE haben eben
zugegeben, dass es letztendlich eine „Auffassung“ ist, jetzt stehen Sie auch dazu. Meine ist eben anders
als Ihre. Was gedenken Sie dagegen zu tun? Genau: Sie würden sie am liebsten verbieten. Ganz klasse.
Ganz schön gewagt, derlei Ansprüche auf der Basis einer AUFFASSUNG. Und Ihre Kommentare zum StGB gehen
säuberlich am Kern vorbei :O) So, genug für heute, Sie sind etwas neben der Spur. Demnächst ‘mal wieder
mit etwas mehr Substanz, bitte – in alter Frische.
@ deusexmachina Das ändert nichts daran, dass die Enthaltsamkeitsforderung untrennbar mit dem Kondomverbot
verbunden ist. Wer auf dieses Verbot hört muss enthaltsam leben; anderenfalls kann er nciht behaupten
er verwende keine Kondome und halte sich so an die kirchliche Lehre. Das tut er eben nicht, wenn er nur
die eine – ihm genehme – Hälfte beachtet. Nun bitte, und meiner „Auffassung“ nach ist das völliger Mumpitz.
Kraftwörter ersetzn keine Argumentation. Sie müssen schon etwas bringen, was meiner Auffassung widerspricht.
Sie haben dabei weder das Gesetz noch die Logik auf Ihrer Seite. Lediglich eine gute Portion Definitionsakkrobatik,
ersonnen um die Abtreibung moralisch rechtfertigen zu können. Die ggw. Gesetzeslage trägt doch exakt
dem Rechnung, indem sie in die Anbtreibungsentscheidung die AUFFASSUNG der Eltern einbezieht. Nach gegenwärtiger
Rechtslage ist der Embryo nach der Einnistung durch das Strafgesetzbuch geschützt. Die Auffassungen der
Eltern ist völlig irrelevant, besonders die des Vaters, der gar kein Mitspracherecht hat. Auch die Auffassung
der Mutter muss sich den strafrechtlichen Vorschriften beugen.
#26 deusexmachina 17:11:05 | Samstag, 22. April 2006
@Benedikt Wir hatten hier so ziemlich jedes sexuell orientierte Thema schon, mehr als reichlich. Dessenungeachtet
bleibt wahr: Bei ansonsten unverändertem Sexualverhalten senkt die Verwendung von Kondomen das Risiko
einer AIDS-Infektion drastisch. Ihre Lesart beruht auf der ANNAHME, dass die Menschen alternativ einfach
weniger Sex bzw. Sex nur monogam etc. haben könnten – was nachweislich seit Jahrtausenden nie so recht
klappen mag. Enthaltsamkeit schaffen ja selbst diverse Priester nicht, um wieviel schwieriger also ist
es den Laien? Also, noch einmal: In der Welt, wie sie IST, schützen Kondome bzw. gefährdet ein Kondomverbot.
Sie hingegen reden davon, wie die Welt (Ihrer Ansicht nach) sein SOLLTE, und da wären dann Kondome in
der Tat unbeachtlich. Dumm nur, dass die Welt so eben nicht ist. Zu Ihrer „Auffassung“: Nun bitte, und
meiner „Auffassung“ nach ist das völliger Mumpitz. Wenn wir dann also soweit wären, das zu einer reinen
AUFFASSUNGSSACHE zu deklarieren, dann frage ich mich, warum hier vom hohen moralischen Ross herabgeredet
wird? Die ggw. Gesetzeslage trägt doch exakt dem Rechnung, indem sie in die Anbtreibungsentscheidung
die AUFFASSUNG der Eltern einbezieht. Oder wollen Sie den Primat IHRER Auffassung behaupten? P.S.: „allein
diese Ansicht ist logisch“ ist Unfug, das wissen Sie selbst. Viele Auffassungen haben verschiedene LOGISCHE
Argumente. Wenn es um den „frühesten Moment“ ginge: Das kann ich besser und ab sofort achtloses Sperma-ins-Taschentuch-Schmieren
ächten.
@ deusexmachina die Rolle der kirchlich untersagten Kondome bei der Ausbreitung von AIDS Das Thema hatten
mE wir schon. Die Behauptung, dass Kondomverbot trage zu einer Ausweitung von AIDS bei wird auch durch
ständiges Wiederholen nicht wahrer. Sie verkürzen die Lehre, um die Ihnen genehmen Schlüsse ziehen
zu können. die Behauptung, ein 1 mm großer Zellklumpen sei „ein Mensch“ Das ist keine Behauptung, sondern
eine Auffassung. Während jede andere Definition des Lebensbeginnes rein willkürlich und somit Missbräuchen
unterworfen ist, ist allein diese Ansicht logisch, da sie auf den frühesten Moment abstellt.
#24 deusexmachina 16:28:11 | Samstag, 22. April 2006
@Josefus „Gleichsetzen“ ist Unfug – es geht lediglich um den Vergleich bestimmter Eigenschaften. Die zu
beobachtende Tatsache, dass sich Kirchen und Nazi-Regime gleichermaßen um die frühe Indoktrination der
Jugend bemüh(t)en (vgl. von der Leyens ggw. Vorstoß) bedeutet ja nun auch nicht, dass christliche Kirche
und NSDAP „gleichgesetzt“ würden oder gar gleich wären, sondern lediglich, dass beide in einer Eigenschaft
(hier: Maximierung des eigenen Einflusses durch Beeinflussung von Jugend an) übereinstimm(t)en. Die Übereinstimmung
zwischen Grashalm und Embryo ist übrigens so gering, wie Sie denken, nicht – genetisch jedenfalls. Aber
die Frage, wie ähnlich sich zwei verschiedene Dinge sind, ist natürlich nicht exakt oder objektiv beantwortbar,
und genau deswegen habe ich als Entscheidungskriterium eines herangezogen, von dem man meinen sollte,
dass es religiös interessierten Menschen wichtig wäre: Das Gewissen. Sie würden einen Embryo im Frühstadium
nicht einmal erkennen, wenn man ihn Ihnen, sagen wir, im Reisrand mit Pilzen servieren würde. Und umkegehrt
würde dieser von seiner Behandlung nichts wissen / nichts merken, weil er in so jeder Hinsicht nichts
als ein Zellklumpen ist, aus dem ‘mal etwas werden SOLL. Was ist übrigens, wenn die Klonerei ‘mal so
richtig funktioniert – heult dann die Kirche jedem abgeschabten Hornhautfetzen hinterher, weil das ja
„ein Mensch“ ist / werden kann?
#22 deusexmachina 14:06:36 | Samstag, 22. April 2006
@Josefus Manchmal ist es nicht das Falscheste, sich von der Intuition leiten zu lassen. Haben Sie ein
schlechtes Gewissen, wenn Sie ein Büschel Gras ausrupfen? Haben Sie, umgekehrt, eines, wenn Sie ein Säugetier
zerhacken? Ziehen Sie die Unterschiede einfach ‘mal als Kriterium heran, das passt schon (Tip: Deswegen
gibt’s auch keinen Paragraphen geben „Pflanzenquälerei“, und „Pflanzenmord“ ist auch recht unbekannt
als Tatbestand). Es erstaunt mich ja immer wieder, dass sich Vertreter der Kirche immer wieder als Ritter
eines biologisch-genetischen Potenzials aufbrezeln… wo man davon doch überhaupt erst seit ca. 150 Jahren
überhaupt weiß. Lustig, nicht? Vorher saß man eine ganze Weile lang dem peinlichen Unfug mit der Beseelung
per Sperma auf, den man nicht minder vehement verteidigte – fast scheint es, die tatsächlichen Vorgänge
seien der Kirche eigentlich vollkommen schnurz, Hauptsache „dagegen“. Und wenn morgen die Wissenschaft
herausfände, dass es doch wieder alles ganz anders wäre, dann würde man – entgegen sonstiger Kirchentradition –
die neuen Erkenntnisse umarmen und behaupten, DESWEGEN sei das Wegspülen eines bewußtlosen Zellklumpens
ein ganz arges Verbrechen. Schwachfug.
an JR-Europe.org: Du bist auch nur ein Mischwesen Deiner Eltern. Von Deiner hirnlichen Qualität bin ich
auch nicht überzeugt. Was sind denn genetische Individuen? Haben Ungeborene keine Gene oder was willst
Du damit behaupten.
#20 JR-Europe.org 10:20:49 | Samstag, 22. April 2006
Ich finde das Verbrennen von „genetischen Individuen mit fertiger innerlicher und äußerlicher Identität,
sowie persönlicher Geschichte“ bei der Bestattung vieeeeeeeeeeeeeel schlimmer. Zahlenmäßig geht das
in die gleichen Dimensionen. Das was abgetrieben wird, weiss noch nicht was es ist und das es ist, denn
es ist nur das was wir(!) meinen. Seine Identität ist „von außen hereingetragen“. Wir sollten nicht
vergessen, dass Kinder „nur Mischwesen“ von Eltern sind. Man lebt nicht in ihnen weiter … ein Glück
für manche Kinder! Frauen wollen nicht gezwungen werden – durch Geburten – zu verhindern, dass Europa
irgendwann mehr afrikanisch oder asiatisch aussehen wird und man sich „Renten-Erarbeitungs-Sklaven“ aus
dem Ausland holen muß. Krieg über die Bäuche der Frauen? Last offiziell Leihmütter (tragen die befruchtete
Eizelle der Mutter aus) in Deutschland zu, vielleicht bekommen dann auch die mehr Kinder, die dann auch
für hirnliche Qualität statt Quantität sorgen. Damit wir zumindest die Führungskraft in Europa erhalten!
Mit „ins Gewissen reden“ ist das nicht zu machen … Taten müssen her und dazu gehört nun mal, dass
Frauen nicht zu männlich sind und Männer nicht zu weiblich. Achso Gleichgeschlechtliche oder Alleinstehende
könnten sich auch Leihmütter mit fremden Samen/Eizellen holen, nunja verkraften das die Kinder und werden
es „gute Kinder“? Davon habe ich leider keine Ahnung. Gruss JR-Europe.org
#19 deusexmachina 04:49:45 | Samstag, 22. April 2006
Dieser eine Abschnitt… …im insgesamt arg bemühten und nicht gekonnten Text ist allerdings hübsch –
ich erlaube mir, den auf konkrete Beispiele anzuwenden: Man nehme ein paar Tatsachen, lasse hier ein wenig
weg (z.B. die Rolle der kirchlich untersagten Kondome bei der Ausbreitung von AIDS), füge dort etwas
hinzu (z.B. die Behauptung, ein 1 mm großer Zellklumpen sei „ein Mensch“), übertreibe ein bißchen („Babycaust“
kommt immer gut, „Homolobby“ sowieso), relativiere („waren gar nicht viele verbrannte Hexen – da war vieles
andere weit schlimmer!) und verabsolutiere („Homosexualität ist SÜNDE, wer das anders sieht, stellt
sich über GOTT!!!“), stilisiere die extreme Ausnahme zum Regelfall hoch („Frauen werden zur Abneigung
getrieben“), verändere Worte oder ihre Bedeutung („Mord“, „Sodomie“, „Mensch“), schaffe ein Feindbild
(Schwule, Protestanten, Humanisten, Verstandesmenschen), klebe sich das Etikett des Retters auf (doh!
„Saving souls for 2000 years and counting!“), darüber gieße man ehrliche Empörung („ehrlich“ ROTFL!) –
und schon gärt das Gebräu (streiche „Gebräu“, setze „kreuz.net“). Es gibt kaum bessere Methoden, um
mit der Menschenbrut fertig zu werden (streiche „besser“, setze „bei aufgeklärten Menschen fruchtlosere“).
Doch, eines gehört noch dazu: Negation ausstreuen, bis der Mensch sich selbst haßt (eine vom Katholizismus
erfundene Methode: Keiner hasst den Menschen und das „elende, sündige Diesseits“ so anmutig wie ein zünftiger
Tradi).
Was denn – Werte? Klar, dass Herr Sulpicius mit solchen Begriffen nichts anzufangen weiß und Werte auch
nicht als solche erkennen kann – ihm fehlt dafür einfach die Perspektive! Und sein Alpha-Lemming kann
(oder will) es ihm auch nicht erklären, sonst könnt’ der vielleicht gar noch selbständig zu denken
beginnen auf seine alten Tage…
@Navon Und wie ich unsere freiheitliche Gesellschaft und gewisse Annehmlichkeiten der Zivilisation schätze!
Es gibt durchaus Gutes, das gewachsen ist, das darf man auch sagen.
getroffene Hunde bellen @ all: Ich habe versucht klarzumachen, dass wir den Werten wie Menschenwürde,
Freiheit und Menschenrechten viel zu verdanken haben, was viele der anwesenden Gläubigen schlicht verdrängen
(genauso wie sie die Schandtaten anderer Gläubiger verdrängen). Ich weiß selbst, dass es noch viele
Arme und Analphabeten auf der Wellt gibt und es macht mich traurig! Aber deswegen zu behaupten, es wäre
nix Gutes geschehen in der Welt istt blanker Zynismus. Vielleicht wollen sie ja mit jemandem aus Somalia
tauschen, wenn sie meinen, dass es keinen Unterschied macht?! Außerdem sind für mich Freiheit, Menschenwürde
und Menschenrechte ausschlaggebende Werte für eine Gesellschaft. Da diese Werte in allen Diktaturen egal
welcher Richtung mit Füßen getreten wurden, werde ich solche Diktaturen nicht unterstützen sondern
verurteilen und bekämpfen. Wieso sie in Anbetracht unserer Lebensumstände, die wir genießen dürfen,
auf diese Diktaturen schließen, wird mir nicht klar. Ich verstehe nur nicht, warum Sie auf Krampf nur
das Schlechte in der Welt sehen und offensichtlich kein Auge für die vielen vielen positiven Aspekte
unseres Lebens haben. Hängt das mit Ihrer Identifikation des gefolterten Zimmermannssohn zusammen? Ich
verstehe nicht, wie Sie so einen Hass auf die Gesellschaft haben, die es Ihnen ermöglicht, besser zu
lebenn als allen Generationen vor uns. Und da sie nur meckern, aber keine Lösungsvorschläge bringen,
tun Sie mir ehrlich leid! N.
Da schmilzen die sogenannten… …Untaten der Kirche, die erstens mal in die richtigen Dimensonen gerückt
werden müssten (die meisten Menschen haben wenig Ahnung von den Fakten und hangeln sich nur von Reizwort
zu Reizwort: Kreuzzüge, Inquisition, Bücherverbrennung, Hexenverbrennung etc.), wie Schnee an der Sonne,
angesichts aller Greueltaten des 20. Jahrhunderts. Aber ja, Hitler war ja katholische getauft, und Tschou
en Lai, die rechte Hand Maos, ein Jesuitenschüler, wie auch Mugabe. Wenn man nur will: „Die Kirche ist
an allem schuld, allem schuld, allem schuld, die Kirche ist an allem schuld, aal – leem schuld!“
@Navon Ich empfehle Ihnen ein solides Geschichtsstudium, besonders über das von Ihnen so geschmähte
„finstere“ Mittelalter! Vielleicht nehmen Sie dann Abstand von Ihrer primitiven Geschichtsklitterung!
Navon’scher Fortschritt Fortschritt? Es begann mit massakrierten Frauen, Kindern, Priestern. Der Genozid
in der Vendee rollte. Der „befreite“ Mensch wurde ausgerichtet als Nationalist, Sozialist, als Nationalsozialist,
als Internationaler Sozialist. Mit der Wehrpflicht waren dann die großen Kriege erst möglich. Millionen
Tode auf Schlachtfeldern, in Konzentrationslagern, im Archipel Gulag. Das alles im Namen des Fortschritts:
Panzer, Bomber, Giftgas. Die Krönung war dann die Atombombe, spöttisch von ihren Erbauern „trinity“ ( =
Der Dreieine Gott) genannt. (Übrigens, verehrter Navon, das Glaubensbekenntnis der Erbauer dieser fürchterlichen
Mordwaffe ist ihnen sicher bekannt.) So waren Deutschland, Rußland, China, Vietnam (Fortschritt kam von
der Sorbonne) und weitere entwicklungsfähige Länder fortschrittliche Brennpunkte des Mordens und Verderbens.
Viele „Idealisten“ aus den USA unterstützten z.B. in Rußland die fortschrittlichen Bolschewisten mit
Dollars. Unzählige Beispiele könnten den Navon’schen Schwachsinn ad absurdum führen. Aber der aufgeklärte
Mensch ist so souverän …bis alles in Scherben fällt. Ein neuer Golfkrieg steht ja wegen der Freiheit,
des Fortschritts und des sabäischen Tropfens schon ins Haus: „Wir haben viele Optionen, um unsere Wünsche
durchzusetzen“, so Mr. Präsident.
#10 wolfgang e. 20:42:35 | Freitag, 21. April 2006
lieber Navon Sie sind schon ein bisschen naiv: „Wenn wir heute noch unter solchen Zuständen leben müßten,
wären Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit Analphabet, Leibeigener und bettelarm. Sie dürften von Sonnenauf-
bis Sonnenuntergang schuften und ihre Kinder auch. Ohne soziale Absicherung und nennenswerte medizinische
Versorgung.“ Unter genau diesen Zuständen leben heute drei Viertel der Weltbevölkerung. Wo sehen Sie
also im Vergleich zu früher nennenswerte Fortschritte? Und heute sind es vor allem kirchliche Organisationen,
die versuchen, an der Situation etwas zu ändern.
@ daffi Denken Sie mal an die Zeit zurück, als die Menschen noch keine Menschenrechte hatten, als Herrscher
und Kirche nach gutdünken mit ihren untergebenen machen konnten, was sie wollten! Wenn wir heute noch
unter solchen Zuständen leben müßten, wären Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit Analphabet, Leibeigener
und bettelarm. Sie dürften von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang schuften und ihre Kinder auch. Ohne soziale
Absicherung und nennenswerte medizinische Versorgung. Und sowas finden sie toll? Ehrlich Sie sind mir
suspekt. Sie beißen in die Hand, die Sie füttert! Fragen Sie Sich mal ernsthaft, ob Sie in einer Zeit
leben wöllten, in der noch niemand Menschenwürde, Menschenrechte und Freiheit erkämpft hat. N.
Das ist wirklich … … auf den Punkt gebracht! Der eigentliche Todesstuhl sind die Menschenrechte. So
viele Tote pro Jahr hat eben noch kein Krieg, kein „Kreuzzug“, kein was auch immer zusammengebracht. Aber
der Irrglaube zu meinen ein Recht zu haben auf die Unabhängigkeit von Gott hat dies geschafft. Machen
wir ruhig weiter so, Frösche, Wale, Delphine und Regenwürmer retten und nebenbei unsere eigenen Kinder
töten. Sodom und Gomorra war da nur ein blasser Schatten von dem, was wir heute machen. Schlimm genug
ist das, was heute so alles passiert, aber noch viel schlimmer ist die Gleichgültigkeit dem gegenüber.
Gnade uns Gott.
schreibt Der sogenannte Autor vergisst dummerweisee zu erwähnen, mit wem er sein sogenanntest Zwiegespräch
führt, wer also der „Zweitautor“ ist. Ändert nichts, in der Psychologie deuten solche Symptome auf Schizophrenie
im fortgeschrittenen Stadium hin. @ Das in den letzten Jahrzehnten der Wissenschstand und der Fortschritt –
sehr zum Wohle der Menschheit – mehr zugenommen hat als in den ca. 1000 Jahren, in denen die Kirche das
sagen hatte, haben sie wohl ausgeblendet. Im Hinblick auf diesen Fakt ist Verbödung – wie SIE sagen –
eher ein Wort, was ich mit der Politik der christlichen Geschichte in Verbindung bringe. Navon