Kritiker der Evolutionstheorie schrieben jüngst dem Kardinal von Wien und sogar an den Papst in Rom. Von Dr. med. Wolfgang B. Lindemann.
(kreuz.net) Im Frühjahr 2006 schrieb ein Vertreter des Kolbe-Center dem Erzbischof von Wien, Christoph
Kardinal Schönbon.
Anlaß für das Schreiben war der Beginn der neun Katechesen, die der Kardinal im
Wiener Stephansdom über die Evolutionstheorie gehalten hat.
Das Kolbe-Center ist eine englischsprachige
katholische Vereinigung kreationistischer Ausrichtung.
Der Kreationismus ist das Bestreben, die naturwissenschaftlichen
Befunde über das Leben und dessen Vergangenheit unter der Voraussetzung von Schöpfung zu erklären.
Das Zentrum verbreitet evolutionskritische Literatur und organisiert Vorträge und Kongresse. Zu seinem
Beirat gehören Wissenschaftler aller Disziplinen, auch Philosophen und Theologen.
Die katholischen Kreationisten
übersandten dem Kardinal einige ihrer Publikationen und baten ihn um einen Termin, um ihm die wichtigsten
Argumente gegen die Evolutionstheorie vorzutragen.
Am 21. Februar antwortete der Kardinal handschriftlich
und sehr freundlich: Kardinal Christoph Schönborn:
„Ich denke, es wird die Zeit kommen, wo das ideologische
Gebäude des Evolutionismus zusammenbrechen wird“ – schrieb Kardinal Schönborn wörtlich:
„Was dann
von der echt wissenschaftlichen Seite der Theorie überbleibt, wird sichzeigen.“
Dem australischen Autor
Gerard J. Keane dankte er in einem anderen Schreiben für die Übersendung seines Buches. Es sei hilfreich
für die Vorbereitung der Katechesen.
Keane ist Autor eines wichtigen katholischen evolutionskritischen
Buches.
Einen Termin gab der Kardinal aber nicht.
Post bekam auch Papst Benedikt XVI. Durch Vermittlung
des Bischofs von Puy-en Velay in Südfrankreich, Mons. Henri Brincard, schrieb ihm ein französisches
Mitglied des Kolbe-Centers und sandte dem Heiligen Vater einige evolutionskritische Schriften.
Dafür
dankte zuerst Mons. Gabriel Caccia – ein Assessor im Staatssekretariat – im Namen des Papstes. Er verwies
auf die Enzyklika Fides et Ratio, nach welcher der Mensch von der Menschwerdung her verstanden werden
müsse und übermittelte den apostolischen Segen.
Fünf Tage später folgte ein zweiter Brief – wieder
von Msgr. Caccia: Nun hieß es, daß der Papst die katholischen Kreationisten ausdrücklich ermutige.
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#36 santa rita 09:34:04 | Freitag, 18. August 2006
Glaubenskrise des Atheismus Der wissenschaftliche Zusammenbruch der Evolutionstheorie stürzt selbst eingefleischte
Atheisten in eine Glaubenskrise: www.jesus.ch/…/D/article/540/23679/ Daran erkennt man, dass der Darwinismus
das Fundament und die Ursache des Atheismus ist. Die Evolutionstheorie, die so harmlos und freundlich
daherkommt, ist in Wirklichkeit die gefährlichste aller Irrlehren, weil sie eine (wenn auch unsinnige)
Welterklärung ohne Gott liefert und dadurch das Fundament der natürlichen Gotteserkenntnis aus der Natur
zerstört, auf dem der übernatürliche Glaube aufbauen muss.
@ santa : Kleingeistig!??! „…Ausleseprozess entstehen aber keine neuen Arten. Mutationen wiederum beschädigen
nur den genetischen Code in der DNA und fügen dem betroffenen Lebewesen nur Schaden zu. Es konnte noch
nie eine nützliche Mutation nachgewiesen werden, obwohl die Evolutionisten jahrzehntelang Mutationsexperimente
bla blub kack sülz…“ du hast was entscheidendes übersehen: Mutation, Selektion, Adaption… … …
es kommt oft genug vor, dass in einem REISENGROSSEN Lebensraum , direkt nach der Bevölkerung Nischen
frei sind… …diese werden immer weniger… schonmal überlegt, wieso… …weil sie im Laufe der Zet
durch M;urtationen besetz werden. Ausserdem ist nachgeweisen, dass von allen Mutationen 3-8% tauglicher,
bzw. Lebensfähig sind. Reichgt schon, das analogon hier in BRD zu sehen: Warum haben so viele blondionen
Blagen von Türken?!?! Weil der Gegenüber ganz anders war und folglich die Variation erhöhte, 8 ein
in uns reingesetzes gefühl, ALLEINE durch gene gesteuert ). Daher konnten sich auch wenige, nischenbesetzende
Mutationen einer Rasse fortpflanzen, weil die Zb. „"„ATTRAKTIVER“"“ auf ihre mit“tierchen“ wirkten, in
jenen aber der genetische Plan ablief: variationen zu erhöhen. So. Allerdings will ich Dir nicht ganz
widersprechen( obwohl dein Argumetation auf gefährlichem, nichtswissen“ beruht. Es gibt mikrobiologische
und quantenphysikalische Pprozesse, die in ihrer Komplexität „laut heute klugen Köpfen“ nie so hätten
entstehen können… da bliebe der Konsens:Selbstorganisation. Nur das ist von Gott???
#34 santa rita 09:58:26 | Dienstag, 15. August 2006
Schöpfung durch Evolution ist Nonsens… …weil es in der Natur kein evolutionären Mechanismen gibt.
Selektion und Mutation sind keine solchen. Natürliche Selektion nach Darwin bedeutet, dass im Daseinskampf
nur die Stärksten überleben. Durch einen solchen Ausleseprozess entstehen aber keine neuen Arten. Mutationen
wiederum beschädigen nur den genetischen Code in der DNA und fügen dem betroffenen Lebewesen nur Schaden
zu. Es konnte noch nie eine nützliche Mutation nachgewiesen werden, obwohl die Evolutionisten jahrzehntelang
Mutationsexperimente an Fliegen durchgeführt haben, aber immer nur verkrüppelte, missgebildete, invalide
oder unfruchtbare Exemplare erhalten haben. Die sogenannte Evolution hat also niemals stattgefunden. Im
übrigen beweisen die Versteinerungsfunde in den geologischen Schichten sowie die fossilen Funde, dass
die verschiedenen Arten immer urplötzlich und in vollendeter Form auf der Erde erschienen sind, ohne
einen evolutionären Prozess durchlaufen zu haben und sich bis heute nicht verändert haben. Die Evolutionisten
haben auch noch nie eine ihrer utopischen Zwischenformen gefunden. Tatsächlich gibt es aber mehrere Beispiele
von Skelettfälschungen. Festzuhalten ist, dass Gott die verschiedenen Arten, jede für sich, aus Nichts
erschaffen hat und nicht durch Evolution. Durch die endgültige Verifizierung der Urknalltheorie wurde
zudem bewiesen, dass sogar das gesamte Universum (Materie, Raum und Zeit) aus einem winzigen Punkt mit
null Volumen (= Nichts) entstanden ist.
Bibel und Evolution, Gegensatz? Warum wird krampfhaft versucht in dem was die Bibel schreibt und der Evolution
ein Gegensatz zu sehen, und wo liegt das Seelsorgerische Interesse die Gläubigen möglichst noch in diesem
Leben von Ihrer Therorie zu überzeugen? Eine Erkenntnis kann ich mit sicherheit sagen: Das alles ist
nicht heilsnotwendig und wer genau wissen möchte wie sich alles zugetragen hat soll noch die paar Jährchen
warten die er hat, dann kann ers aus erster Hand erfahren. Eine Schöpfung durch Evolution ist schließlich
auch denkbar. Das auch nur irgendjemand im Volke Israel ein paar tausend Jährchen vor Christi die Evolution
verstanden hätte bleibt zu bezweifeln, Adam und Eva verstanden Sie dagegen schon. Aber wie gesagt es
ist ein wahnwitzig lächerliuches Unterfangen es jetzt schon klarstellen zu wollen. Lasst das Thema ruhen
!
#32 obelix † 18:43:48 | Donnerstag, 10. August 2006
Ein Wort zu den Tierbildern im Artikel: Es handelt sich um einen eindeutigen Beweis der Evolution und
zwar wird die Entwicklung des echten bayerischen Wolpertingers dargestellt, in eine Klarheit und Stimmigkiet,
die ich auf einer theologisch verbrämten Seite nie und nimmer vermutet hätte. Ebenso ist die Abkunft
des Wolpertingers aus dem antarktischen Biotop auch für ausgewiesene Fachleute von der bayerischen Wildererakademie
am Hohenpeissenberg (Gründungsvater war der legendäre, von einem Kgl. Jagdgehilfen hingemordete, Jennerwein,
an dessen Grab am Friedhof in Schliersee jedes Jahr an seinem Todestag ein frisch gewilderter Rehbock
geopfert wird) ein absolut neues Forschungsergebnis. Bisher waren Fachleute der Meinung, dass die pfälzische
Elfentritsche eines der missing links zu den Vorfahren des Wolpertingers gewesen sein muss. kreuz.net
hat bewiesen, dass dieses bayerische Urvieh der Fauna des Urkontinents Gondwana entstammte. Die Bilderreihe
vom Schwan zur Yacht ist ebenso eindeutig und findet ihren Höhepunkt in der Schonerbrigg „Swan van Makkum“
aus Holland.
#30 wunderkind2 † 13:46:26 | Donnerstag, 10. August 2006
ich empfehle… allen kreationisten, intelligen design anhängern etc die bücher: „erörterung des designs“von
william dembski undmichael ruse und „warum intelligentes design versagt“von matt young und taber edis.
nach dem lesen dieser bücher könnte man dann eine ernsthafte diskussion starten. schon in darwins „entstehung
der arten“ werden einige gegenargumente entkräftet. aber das die seite auf der dieser artikel erschienen
ist kreuz net ist, kann ich auf eine vernünftige diskussion wohl noch lange warten.
#29 obelix † 10:39:19 | Donnerstag, 10. August 2006
@benedikt Ich habe mal, wegen eines anderen Merksatzes (der JPII zugeschrieben wurde) mit Herrn von Gemmingen
korrespondiert und sehr offen, umfangreich und freundlich Auskunft erhalten. Werde mal nachfragen, ob
zu der Diskussion etwas veröffentlicht wird.
#27 Gotthard 00:27:20 | Donnerstag, 10. August 2006
Wissenschaftler Meine Lehrer an der Uni haben dies jedenfalls nicht getan, sondern veröffentlicht, was
sie belegen konnten. Das ist Aufgabe von vernunftbegabten Wissenschaftlern … Dagegen kann die Kirche
nichts haben.
Das könnte spannend werden: Rom – Der Papst plant am 1. und 2. September in seiner Sommerresidenz in
Castel Gandolfo (30 Kilometer südlich von Rom) ein Treffen mit seinen ehemaligen Theologie-Studenten,
bei dem das Thema der Evolution nach Darwins Theorien und die Schöpfung diskutiert werden soll. Organisiert
wird das Treffen von Stephan Otto Horn, Theologieprofessor an der Universität von Passau und Leiter des
„Schülerkreises Joseph Ratzinger“. Quelle derstandard.at/?url=/?ressort=…
#25 methusalix † 17:47:00 | Mittwoch, 9. August 2006
Dieser Meinung bin ich auch, Bendikt! Bin neugierig, wie sich Kardinal Schönborn auf diesem Feld weiterentwickelt.
Möglicherweise betrachtet er seinen Beitrag in der NYT und die einschlägigen Katechesen sozusagen als
„Warnschuss“ vor den Bug der Naturwissenschaftler, es „nicht zu weit zu treiben“. Allerdings vermute ich
sehr, dass kaum ein Naturwissenschaftler, der ernsthaft an neuen Forschungsergebnissen mitwirkt, sich
davon abhalten lassen wird, neue Mosaiksteine in der Evolutionsbiologie zu veröffentlichen. Meine Lehrer
an der Uni haben dies jedenfalls nicht getan, sondern veröffentlicht, was sie belegen konnten.
Evolution – ID Wenn er wirklich so intelligent ist, wie ihn alle haben wollen, wird er das schön bleiben
lassen. Wie stünde er da, wenn wieder einmal ein grosser Schritt in der Forschung getan würde und er
seinen Ukas bergünden müsste? Er ist dieser Meinung ohnehin nicht. Eigentlich ist kein einziger Theologe,
auch keiner im Weiheamt, den ich je sprach dieser Meinung. Wir sind doch hier nicht bei Freikirchens.
#23 methusalix † 00:56:34 | Mittwoch, 9. August 2006
Die Hoffnung, dass Evolution unbeweisbar ist, ist müssig. santa rita: Mendel contra DarwinEigentlich
ist bereits Gregor Mendel der Bezwinger der Evolutionstheorie, der durch die Entdeckung der genetischen
Gesetze die Konstanz der Arten und die Unmöglichkeit von „Makroevolution“ nachgewiesen hat. Da haben
sie ja einen „echten“ Biologen als Verfechter Ihrer Ideen gefunden. Wollen doch mal sehen, ob wir icht
einen echten Paläntologen www.palaeo.de/…ismus/why/index.html finden, der was von Evolution versteht.
Der Papst sollte daher die absolute Unvereinbarkeit von Schöpfungslehre und Evolutionstheorie konstatieren.
Wenn er wirklich so intelligent ist, wie ihn alle haben wollen, wird er das schön bleiben lassen. Wie
stünde er da, wenn wieder einmal ein grosser Schritt in der Forschung getan würde und er seinen Ukas
bergünden müsste?
Evolution oder was? Schönborn schreibt in seinem Brief: …wo das ideologische Gebäude des Evolutionismus
(sic!) zusammenbrechen wird. Was dann von der echt wissenschaftlichen Seite der Theorie überbleibt, wird
sich zeigen. Also es würde mich interessieren, wo Schönborn die Grenze zieht zwischen „ideologischem
Evolutionismus“ und der „echt wissenschaftlichen Theorie“. Er schreibt dazu nur: „Die Ausweitung auf alle
Bereiche der Wirklichkeit, nach dem Motto „alles ist Evolution“, ist nicht mehr wissenschaftlich gedeckt. „
Na ja, wenn er meint, die Entwicklung der Kochtopfindustrie sei nicht mehr durch die Evolution abgedeckt,
hat er ja recht. Aber das behauptet kein Wissenschaftler. Andererseits entdecken immer mehr Forscher auf
ihren ureigenen Gebieten Entwicklungen in der Geschichte des Lebens, von denen man vor dreissig Jahren
noch nicht zu träumen wagte. Ist es nicht gerade die „echte Wissenschaft“ mit Ihren Entdeckungen (die
neuesten auf dem Gebiet der Molekularbiologie) und harten Fakten aus Stein gemeisselt, die von Kreationisten,
Anhängern des so genannten „intelligenten“ Designs und anderen Nichtswissern, bis aufs Messer bekämpft
werden? Nebenbei bemerkt hat Evolutionismus mit biologischer Evolution relativ wenig, bis gar nichts zu
tun (Wiki: Als Evolutionismus wird eine theoretische Ausrichtung in der Ethnologie bezeichnet.) Würde
Schönborn solche Aussagen auch machen, wenn es um Mathematik geht? Ideologischer Mathematismus? So wie
„deutsche Mathematik“ vor tausend Jahren?
Wider die falsche Lehre Kann es neben Gott noch einen wirklichen Zufall geben ? Nein. Denn dann wäre
Gott nicht allmächtig und damit eben nicht Gott. Der göttliche Uhrmacher, der sich danach in den Ruhestand
verabschiedet hat, ist doch nur eine Hilfskonstruktion derer, die zumindest so viel Intelligenz haben,
daß sie Gott nicht leugnen, aber andererseits einen Grund benötigen, sich seinen Geboten nicht unter-
werfen zu müssen. In der Bibel steht, daß kein Spatz vom Himmel fällt ohne das Gott dies weiß.
Hymnus Erwähnens- und bemerkenswert finde ich die Ansätze, die Schöpfungsgeschichte als Allegorie zu
sehen, Die Schöpfungs-„geschichte“ ist ein großer gläubiger Dankhymnus in 7 Strophen. Die Schöpfungs-„geschichte“
ist ein großartiges Glaubensbekenntnis … und die Schöpfungs-„geschichte“ gibt es doppelt …
Interessante Website zum Thema Da hier von Kreationismus und ID die Rede ist, wollte ich mal auf eine
wissenschaftlich fundierte Website zum Thema hinweisen. genesisnet.info – Das Portal zu Kreationismus,
Intelligent Design, Schöpfungslehre und Evolution www.genesisnet.info/ Dort findet man eine Vielzahl
von allgemeinverständlichen Artikeln und Fachartikeln. Es gibt außerdem Antworten auf häufig gestellte
Fragen und es werden typische (hier auch vertretene) Denkfehler aufgezeigt.
Babylon Deine gröhlend zur Schau getragene Dummheit stört mich weniger als die Beschränktheit eines
Bobby Henderson. Aber die philosophischen Trauerspiele empirischer Wissenschaftler sind sattsam bekannt.
Sein „fliegendes Spaghettimonster“ scheitert rein sprachlich dadurch, dass es ein synthetischer Begriff
ist. Wenn Henderson gegen alle Erwartung mit dem Wortungetüm meint: „id quo maius cogitari nequit“, dann
soll er es meinetwegen nennen wie er will. Aber dann redet er von Gott, und sein Witz ist nicht mehr witzig.
Was sagt man einem solchen Henderson? Die Methodik richtet sich nach dem Untersuchungsgegenständen und
nicht umgekehrt. An der Grenze der Empirie endet einfach die Empirik, aber nicht die Wissenschaft.
#14 deusexmachina 21:25:33 | Dienstag, 8. August 2006
@Alexandra Zayadeh: Was jetzt? Das mit den Piraten? Nein. Oder sagen wir ‘mal: Ich nehme die Lehre vom
Spaghettimonster haargenauso ernst wie die vom lieben Schöpfergott, und das mit den Piraten ist allemal
plausibler als Jungfrauengeburten & Co. Der Rest? Ja – warum? Was genau meinten Sie denn?
@Piroschka Was glauben Sie wohl, warum seit dem Tag ihrer Schaffung dieses freundliche Bapperl rechts
meine Wikipedia-Benutzerseite de.wikipedia.org/…Benutzer:DemonDeLuxe ziert? Wir brauchen mehr Piraten!
On a more serious note: Die meisten vernünftigen Leute der „religiösen Fraktion“ bemühen sich mittlerweile –
mit einem gewissen Erfolg – Evolutionstheorie und Gottesglaube unter einen Hut zu bringen. Man versucht,
die alttestamentarischen, diesbezüglichen Schilderungen als Parabeln aufzufassen (man tut wohl auch gut
daran, wenn man nur ‘mal an den Unfug mit der Arche denkt, sofern man das wörtlich nimmt…). Das theologische
Problem dabei präsentiert sich mir wie folgt: Eine solche „Kombilösung“ bedingt einen Gott, der nicht
mehr – wie früher – quasi persönlich den Lehm geformt hat, sondern eher einen „göttlichen Planer“,
der die Regeln und Naturgesetze zwar schuf, nach denen dann aber alles planmäßig „von selber“ ablief.
Das aber ist ein, wie unschwer zu erkennen ist, wesentlich unpersönlicherer, distanzierterer Gott. Es
fällt zunehmend schwer, sich diesen göttlichen Planer als jemanden vorzustellen, der dennoch täglich
lenkend in das Weltgeschehen eingreift, Gebete erhört etc. Und dieser Gefahr ist man sich wohl bewusst.
Man kann die ET nicht direkt leugnen (ohne sich zu blamieren), aber man wünscht, es würden doch noch
Schlupflöcher gefunden, die einen persönlichen „Ich leg’ selber Hand an“-Gott erlauben oder sogar notwendig
machen würden. Allein, danach sieht es so gar nicht aus, ganz im Gegenteil. Mehr Piraten!
@santa rita Aus den Mendelschen Gesetzen und unserem Wissen über das AB0-Blutgruppensystem der Menschen
ergibt sich übrigens auch (wie hier schon öfter betont) die Unmöglichkeit, daß die Menschheit mit
ihren Blutgruppen A, B, AB und 0 auf nur ein einziges Menschenpaar zurückgeht.
#10 santa rita 20:02:14 | Dienstag, 8. August 2006
Mendel contra Darwin Eigentlich ist bereits Gregor Mendel der Bezwinger der Evolutionstheorie, der durch
die Entdeckung der genetischen Gesetze die Konstanz der Arten und die Unmöglichkeit von „Makroevolution“
nachgewiesen hat. www.weloennig.de/mendel01.htm Der Papst sollte daher die absolute Unvereinbarkeit von
Schöpfungslehre und Evolutionstheorie konstatieren.
Genesis – wortwörtlich? Religion hat doch nicht die Aufgabe, die physikalische Welt zu erklären! Das
wääre mir zu wenig. Es ist aber nicht nur ein Aspekt der Bibel und des Hinduismus, die Entstehung unserer
Welt dem Eingreifen eines Gottes zuzuschreiben. Kreationismus muß vor diesem Hintergrund zwangsläufig
mit der Evolutionstheorie kollidieren. Es ist der weitverbreiteten Akzeptanz gegenüber der spirituellen
Sicht zu verdanken, daß z.B. in den USA Lehrinhalte vermittelt werden dürfen, die den erdrückenden
Beweisen der naturwissenschaftlichen Erkenntnisse dieses Thema betreffend entgegen stehen. Das geht sogar
so weit, daß wissenschaftliche Magazine mit Banderolen versehen werden, die die Aufschrift tragen: Vorsicht:
enthält antireligiöses Material! Erwähnens- und bemerkenswert finde ich die Ansätze, die Schöpfungsgeschichte
als Allegorie zu sehen, bei Augustinus im 4. Jahrhundert und bei dem jüdischen Gelehrten Philo von Alexandria
im 1. Jahrhundert.
Spaghettimonster Ich verweise auf das allseits beliebte „Fliegende Spaghettimnster“, das bekanntlich –
nach meiner tiefsten Überzeugung – dieses Weltall erschaffen hat. Das soll erstmal jemand widerlegen!
Der erste sinnvolle Hinweis hier …
schönborn im original [klein]Die streng wissenschaftliche Evolutionsforschung, die ihre Schritte nachvollzieh
bar protokollieren kann, ist als Forschungszweig höchst respektabel. Die Ausweitung auf alle Bereiche
der Wirklichkeit, nach dem Motto „alles ist Evolution“, ist nicht mehr wissenschaftlich gedeckt. Hier
betreten wir den Boden der Weltanschauung, wenn nicht der Ideologie. Die „Darwinsche Geschichte“ prägt
nicht nur die Vorstellungen vom Ursprung des Lebens und seiner Entwicklung. Sie prägte und prägt auch
weiterhin das gesellschaftliche Leben, die großen sittlichen Orientierungen, in der Bioethik, in der
Pädagogik, in der Wissenschaft. Die Alternative zur „Darwinschen Geschichte“ ist nicht der Kreationismus,
wie das gerne dargestellt wird, sondern das Miteinander von „Darwinsleiter“ und „Jakobsleiter“. Es spricht
vieles dafür, dass das Leben sich in einem langen, aufsteigenden Prozess aus einfachsten Anfängen bis
zur Komplexität des Menschen aufsteigend entwickelt hat. Es ist etwas Wunderschönes, immer tiefer in
die gemeinsamen Bausteine und damit in die Verwandtschaft allen Lebens einzudringen. Es ist aber nicht
nur nicht notwendig, sondern geradezu unsinnig und jeder Vernunft widersprechend, diesen grandiosen Weg
des Lebens bis hin zum Menschen als bloßen Zufallsprozess zu sehen. […] Die Alternative zu einem bloßen
Zufallsprozess ist nicht der völlige Determi nismus, sondern die „Verschränkung“ von Eigenwirksamkeit
der Geschöpfe und göttlichem Schöpfergeist, der sie trägt und ermöglicht. Am Anfang war das Wort
und nicht der Zufall. Es gibt den Zufall im Sinne des Ungeplanten, abe…
Na logisch. Ich verweise auf das allseits beliebte „Fliegende Spaghettimnster“, das bekanntlich – nach
meiner tiefsten Überzeugung – dieses Weltall erschaffen hat. Das soll erstmal jemand widerlegen! de.wikipedia.org/…iki/Spaghettimonster
@ gotthard an einer „7-tage-schöpfung“ festhält. Wer das tut, kann ja wohl nicht ernstgenommen werden …
das stimmt schon, aber es gibt gerade in der us-amerikanischen „diskussion“ eine ganze reihe christlich-fundamentalistsicher
positionen, die genau das tun. und von denen hat sich kardinal schönborn eindeutig distanziert. er vertritt
eine gemäßigte „intelligent desgin“-position.
schönborn: kein kreationist kardinal schönborn hat sich in seiner letztjährigen kritik dagegen gewandt,
dass die evolutionstheorie dazu herangezogen wird, einen schöpfergott zu negieren. er hat dabei wörtlich
gesagt: „the concept of evolution might be true“ – nur eben von einem schöpfer planvoll eingesetzt und
nicht „zufällig“. zugleich hat sich der kardinal von einem kreationismus distanziert, der jegliche form
von evolution negiert bzw. an einer „7-tage-schöpfung“ festhält. die position des kardinals ist also
evolutionskritisch, aber sicher nicht kreationistisch. er plädiert dafür, die evolution nicht zu einem
„wissenschaftlichen dogma“ zu erheben, aus dem dann u.a. auch religiöse schlüsse gezogen werden. ihn
deshalb ins lager der kreationisten zu schieben, entspricht nicht seiner intention – was im übrigen auch
seinen katechesen zu entnehmen ist.
#2 Dr. Lindemann 18:44:13 | Dienstag, 8. August 2006
Antwort Die rein fachliche Kritik bleibt natürlich dieselbe, aber die theologische „Umgebung“ nicht.
Ein evangelischer Christ wird philosophisch und theologisch die Evolutionstheorie zwar im wesentlichen
aus denselben Gründen kritisieren wie ein Katholik, aber eben nicht in allen Details. Das Buch von Kean
geht auch auf diese philosophischen und theologischen Aspekte ein, z.B. auf Aussagen von Konzilien oder
Kirchenvätern über die Schöpfung oder die Historizität der Bibel, die ein evangelischer Christ sicher
nicht nennen würde.
Kritik Keane ist Autor eines wichtigen katholischen evolutionskritischen Buches. Wie kann die Kritik an
einer wissenschaftlichen Theorie katholisch sein? Sähe sie anders aus, wenn sie evangelisch wäre?