(kreuz.net, Rheine) Gestern trat Pfarrer Karl-Heinz Hense vor Beginn der Sonntagsmesse um 10.30 Uhr an
das Lesepult der Herz-Jesu-Kirche in Rheine.
Der Ort mit über 75.000 Einwohnern befindet sich 45 Kilometer
nördlich von Münster und gehört zur Diözese Münster.
Hw. Hense leitet die Herz-Jesu-Pfarrei. An
sie wurde am vergangenen 1. Dezember die Pfarrei St. Konrad angeschlossen.
Der Pfarrer teilte seiner
Gemeinde mit, daß die St. Konrad-Kirche nach dem Willen des Bischofs von Münster bis Anfang November
aufgegeben werden soll.
Die Reaktionen der Gläubigen auf die Ankündigung waren heftig. Das berichtete
die ‘Münsterländische Volkszeitung’ am 5. August.
Unter Protest verließen die Jugendlichen die Herz-Jesu-Kirche.
Ihnen folgten etliche Gemeindemitglieder. Vor der Kirche veranstalteten sie eine spontane Demonstration.
Pfarrer Hense stellte sich nach dem Gottesdienst der Diskussion. Vor der ‘Münsterländische Volkszeitung’
zeigte er sich sichtlich betroffen:
„Ich bin teilweise auf das Übelste beschimpft worden“.
Der Entscheid
des Bischofs von Münster war schon in der ersten Ferienwoche gefällt worden. Dessen Verkündigung wurde
bis zum Ferienende aufgeschoben, wenn alle Gemeindemitglieder wieder aus dem Urlaub zurück seien – so
der Pfarrer.
Die Schließung der Konrad-Kirche, die ursprünglich als Garnisonskirche eingerichtet worden
war, hatte sich schon länger abgezeichnet.
So hatte das Generalvikariat die befristeten Arbeitsverträge
für Küster und Organistin von St. Konrad-Kirche nicht verlängert.
Grund für die Schließung ist das
Geld. Auf Dauer könne eine „so kleine“ Gemeinde wie Herz Jesu/St. Konrad mit etwa 5.000 Mitgliedern keine
zwei Kirchen unterhalten.
Die Zukunft von St. Konrad ist unklar. Wenn keine passende Lösung gefunden
wird, soll die Kirche abgerissen werden.
Im Gespräch war ein Seniorenwohnheim mit der Konradkirche als
Gebetsraum. Dieses Projekt sei aber nicht genehmigungsfähig.
In Rheine gibt es insgesamt 14 katholische
Kirchen.
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Kirchenschließungen und Geld Das Problem an der heutigen Debatte ist das, dass das Geld aus Deutschland
in den letzten Jahren Milliardenhaft verschenkt wurde und die Leute es nicht wissen. Die Kirche selber
hat nun auch selber schuld, wenn sie nicht spart und wenn die Pfarrer nur wegen des Geldes predigen und
Kirche machen. Das Geld ist falsch verteilt – es fehlen Anreize, um eine christliche Mission zu machen.
Das Herz schlägt nicht mehr aber die Hand ist offen für Kirchenbeamtengeld. Staatlich betrachtet sind
dann die Theologen abhängig von Staatsfinanzen und nun eben der EU, die ja eine allgemeine Religion schaffen
will, unter deren Stern sich die modernen Kirchenfunktionäre sammeln. Es musste auf die Kirche zurückfallen:
der Rückzug, leere Kirchen, fehlende Mission, verspiele Gelder zugunsten gewisser herzloser und gottloser
Albernheiten, die andere Menschen nur noch zum Lachen bringen. Selber haben wir allesamt wenig Geld und
alle müssen aufpassen, dass wir sparen können und nicht in Versuchung geraten. Doch eine Kirche, die
sich selber aufgegeben hat, die nur die pharaisäerhaften Funktionäre versorgen will, während der Glaube
verarmt, kann man die noch ernst nehmen? Die Kirchen sammel Reichtümer auf der Erde. Sie sammeln sie
immer weniger im Himmel. Daher passen EU und evangelische Kirche und Bischof Lehmann so gut zusammen.
Alle verfolgen das Eine Ziel.
#39 landorganist 10:42:19 | Donnerstag, 9. August 2007
Erstaunlich, wie sich die Herrschaften hier die Mäuler über die Verwendung von Kirchensteuermitteln
zerreißen, aber in Wahrheit nicht den leisesten Schimmer von der Materie haben. Leute, geht in Eure Piusbrüderhinterhofkapellen
und feiert die alte Messe. Überlasst die Diakonie der röm. Kirche und lasst Euch beim jüngsten Gericht
fragen, was ihr denen getan habt, die nackt waren, die im Gefängnis saßen, die nichts zu essen hatten,
die krank waren etc. etc. Dann könnt Ihr frohlocken und dem HERRN erklären, wie Ihr die Kirchensteuer
hinterzogen, dafür aber fromme Übungen vor dem Hochaltar nach altem Ritus vollzogen habt. Ich frage
mich, was dem Herrn dann wohlgefällt.
@Gotthard / Geld für die Amtskirchenfunktionärsposten in Deutschland aus Brüssel Bitte mal um genaue
Erläuterungen, welche Mittel zum Erhalt von Arbeitsplätzen bei der EU bereitstehen!!! Die EU mit ihren
vielen bedürftigen Ostländern soll ausgerechnet die deutschen Amtskirchenfunktionärsposten finanziell
fördern?
@isidor Außerdem ist sehr viel Geld vorhanden, denn ansonsten könnte Herr Lettmann ja auch EU-Mittel
für die Erhaltung von Arbeitsplätzen abrufen. Diese stehen nämlich zur Verfügung! Bitte mal um genaue
Erläuterungen, welche Mittel zum ERhalt von Arbeitsplätzen bei der EU bereitstehen!!!
Danke Rudolfus und r.ruhrgebietler – das ist Wahrheit! Der DBK Präsident – darf doch als Funktionär
gerne weiterhin die sogenannte „Kirchensteuer“ zahlen – somit sind die Plätze eines Herrn Lettmann, Herrn
Felix Genn und der anderen Kohorte in den Generalvikariaten auch noch weiterhin lange gesichert! Die Besucher
der Kirche in Rheine, die geschlossen werden soll, hätten sofort mal zum Bischofspalais nach Münster
fahren müssen…und lautstark mit Presse und Fernsehn sich für die Absetzung des Bischofs stark machen
müssen. (können sie ja noch!) Denn das Jahresgehalt eines Bischofs ist immens. Soll man Bischöfe einsparen –
die nutzen eh nichts in ihrem deutsch-katholischen schnöden Mammon-Dasein. Außerdem ist sehr viel Geld
vorhanden, denn ansonsten könnte Herr Lettmann ja auch EU-Mittel für die Erhaltung von Arbeitsplätzen
abrufen. Diese stehen nämlich zur Verfügung! Auch Herr Felix Genn, der Kirchenfunktionär aus dem Bistum
Essen macht keinen Gebrauch davon, denn es ist genügend Geld da – im Säckel! Beide „Bischöfe“ leben
in schwerster Sünde – das Gebot der Nächstenliebe wird von ihnen nicht beachtet…und und… Orate Fratres –
um Bekehrung für diese Kirchenfunktionäre!
@Ichthy’s / Der Papst hat die deutsche Kirchensteuerfrage bereits geklärt, auch für den DBK-Präs. can.
222§1 des CIC/1983 spricht ganz klar davon, daß die Gläubigen die Pflicht haben, die notwendigen finanziellen
Beiträge zu leisten, und zwar sowohl explizit für alle 3 Bereiche: Gottesdienst, Verkündigung und Diakonie,
sowie für einen angemessenen Unterhalt der in der Kirche Beschäftigten. Zuständig für alle diese Fragen
ist für alle verbindlich der Päpstliche Rat für die Interpretation der Gesetzestexte, mit dessen Konsultierung
S.H. der Papst seine Entscheidung über die korrekte Interpretierung bereits getroffen hat. Die verpflichtende
Kirchensteuer der Deutschen ist allein deshalb bereits schon abgeschafft, weil sich jeder Katholik in
Deutschland vor dem Staat von der Kirche offiziell abmelden darf, ohne, daß ihn die Ortskirche als ausgetreten
betrachten darf. Damit ist die deutsche Kirchensteuer nur mehr unverbindlich, und es besteht nur mehr
eine freiwillige Katholikensteuer in der BRD, in der CH und in Österreich, die diese Frage weltkirchlich
betrifft. www.vatican.va/…tus-formalis_ge.html Die vorliegende Mitteilung wurde approbiert von Papst
Benedikt XVI, der die amtliche Bekanntmachung an alle Präsidenten der Bischofskonferenzen angeordnet
hat. („In der Gewissheit, dass der dortige Episkopat in Anbetracht der Heilsdimension der kirchlichen
Gemeinschaft die pastorale Motivation dieser Normen gut verstehen wird, verbleibe ich mit in herzliche
Verbundenheit.“)
@r.ruhrgebietler Wieviel Geld können und wollen und werden Sie zum Unterhalt der Kirche (Bausubstanz,
betriebslaufende Kosten (Wasser, Strom, Heizung), liturgische Ausstattung, Entgelt der Kirchenbediensteten,
Umrüstungsarbeiten je nach Erfordernis…) beisteuern ? Erst nach einer adäquaten Antwort, sollten Sie
sich für den Erhlat stark machen! MOtzen, das kann jeder!
und wenn es nur 50 wären die Kirche muss um derer Seelenrettung erhalten bleiben! Hier also ein weiteres
Horrobeispiel der V-II-Kleriker, wie sie um die Seelenrettung bemüht ist – es stört nicht, sie dienen
lieber dem Mammon! Das Ende finden wir in der Bibel: niemand kann zwei Herren dienen. Wo sind also die
Berufungen? Wo sind die Priester und Ordensleute der V-II-Amtskirche, die sich überaus eifrigst um Seelenrettung
bemühen? GELD HAT KEINE SEELE! HERR JESUS CHRISTUS, SOHN DES VATERS, SENDE JETZT DEINEN GEIST ÜBER DIE
ERDE. LASS DEN HEILIGEN GEIST WOHNEN, IN DEN HERZEN ALLER VÖLKER, DAMIT SIE BEWAHRT BLEIBEN MÖGEN, VOR
VERFALL, UNHEIL UND KRIEG. MÖGE DIE FRAU ALLER VÖLKER, DIE EINST MARIA WAR, UNSERE FÜRSPRECHERIN SEIN.
AMEN.
St. Konrad 1. Die Ankündigung VOR der Messe, diese Kirche zu schließen, zeugt nicht von großem Fingerspitzengespür.
2. Eine Pfarrei mit 5000 Katholiken bedarf wahrlich keiner 2 Kirchen. Diese 2. Kirche wurde aus ganz anderen
Gründen errichtet, die nun weggefallen sind. Also was soll der Aufschrei?
Nein, nein, sirilo, es geht einzig um die Frage, warum im Falle des Fehlens einer Zwangsbesteuerung die
traditionell katholischen Gruppen ganz einfach besser dastehen als die Amtskirche. Mag es sein, daß unverbindliches
Offensein für alles und jedes dazu führt, daß man sein Eigenes in all dem Gemenge gar nicht mehr wiederfindet?
Kuriose Konsequenz Es ist schon zum Staunen, welche Logik manche Leute haben: Weil wegen Finanzierungsschwierigkeiten
die eine oder andere Kirche geschlossen werden muss, rufen sie auf zum Kirchensteuerstreik – der doch
nur die Folge hätte, dass noch mehr Kirchen geschlossen werden müssten. Was die FSSPX angeht, die angeblich
finanziell so blendend dasteht, würde mich schon einmal interessieren, wer sie finanziert und aushält.
In der Gegen von Rennes in Frankreich ist es ein Dessous-Fabrikant, der mit lasziven Plakaten für seine
Reizwäsche wirbt…
Die französische Erfahrung, Bruder Theo- phil, ist die (Sie wissen, Frankreich kennt keine „Kirchensteuer“),
daß die traditionell katholischen Gruppen finanziell wesentlich besser dastehen als die windelweiche,
allem und jedem offene, links- bis linksextrem orientierte Wischiwaschi-Arbeiterpriester-„Amtskirche“.
Ich werde nie vergessen, wie der arme Pfarrer in (nicht „von“) Azay-le-Ferron grußheischend durch den
Ort ging – und niemand kannte ihn. Sein Gottesdienst war praktisch unbesucht, und er hat (ehrlich!!) mein
volles Mitleid. Am selben Tag war die von den Gläubigen zur würdigen Kirche umgebaute Scheune in Le
Bois bei Mérigny überfüllt: sie gehört zur Bruderschaft von der Verklärung (Fraternité de la Transfiguration)
des Pfarrers Lecareux, der der FSSPX verbunden ist. In manchen Dingen ist Frankreich im Positiven wie
im Negativen so etwas wie ein Seismograph. EB Lefebvre wollte nur, daß man uns das Experiment der Tradition
machen ließe. In Frankreich, so weiß ich, blüht und gedeiht die Tradition – und eine entschlossene
Schar arbeitet hartnäckig daran, daß es in Deutschland auch bald so sei. Iesus, iuva (schrieb der große
Bach über seine Kompositionen). Mit Gruß! MC
#26 ExBochumer † 20:43:23 | Montag, 6. August 2007
Der religiöse Glaubenskrieg – angezettelt von den katholischen Oberhirten – setzt sich fort. Glaubenszerstörung
nennt man das wohl. Ade, katholische Kirche.
Finanzierungspflicht @Rudolfus: can. 222§1 des CIC/1983 spricht ganz klar davon, daß die Gläubigen
die Pflicht haben, die notwendigen finanziellen Beiträge zu leisten, und zwar sowohl explizit für alle
3 Bereiche: Gottesdienst, Verkündigung und Diakonie, sowie für einen angemessenen Unterhalt der in der
Kirche Beschäftigten. Ob die Kirchensteuer die ideale Methode ist, dafür zu sorgen, daß die Gläubigen
dieser Pflicht nachkommen, ist diskutabel. Aber einfach nicht zu zahlen, oder das Geld einem Verein zukommen
zu lassen, der gar nicht richtig Teil der Kirche ist, weil er Messen nur durch suspendierte Priester feiert,
das geht nicht. (Ist nach neuer vat Rechtsprechung allerdings nicht mehr als Abfall von der Kirche zu
werten.)
Kirchensteuer… …kann man von mir aus abschaffen. Dann wird möglicherweise aus der Katholischen Kirche
wieder ein Senfkorn. Aber wir wissen ja alle, was Jesus in seinen Gleichnissen über das Senfkorn gesagt
hat. Ausserdem würde die Öffentlichkeit zu spüren bekommen, was alles fehlen würde, wenn die soziale
Hilfe der Katholischen Kirche drastisch gekürzt werden würde. Dann würde man die Katholische Kirche
plötzlich ganz anders wahrnehmen.
ich will hinzufügen… dass ich mich seit längerer Zeit nicht mehr in Nachclubs begeben habe, obwohl
ich mir bewußt bin, dass diese Szene in ihrer Vielfalt einen Ausdruck gibt von mir. Aber ich bin nachwievor
autistisch. ich bin als physischer Mensch nicht performant, weil meine Ausdrucksformen eigentlich alle
schon vergeben sind, weil sie durch andere ausgespielt werden und ich einfach zu faul bin sie selbst auszuspielen.
Diese Ausdrucksformen sind wie meine Kinder und ich will ihnen nicht die Show stehlen. Ich bin im konkreten
Umgang mit Menschen ziemlich ideenlos, weil ich immer was besonderes machen will. Aber zumeist fällt
mir garnichts ein. Das ist dann sehr ärgerlich. Ich schaue mir das ganze eigentlich nur an als „Leecher“,
wie eine Art Vampir tu ich mich verhalten, aber ich weiß, dass es von mir zeugt und mich dieses Feedback
auch erbauen kann. Nun das ist alles keine Kampfansage an die kath. Kirche. Sie wird bestehen. Aber dies
neue, was ich auf mich bezogen verstehe wird auch bestehen. Mein größter Fehler war aus Blindheit dies
neue abzweisen und zu verdammen. Ich könnte es ohnehin nicht mehr stoppen, genauso wenig wird es die
kath. Kirche können. Sie wird lernen müssen damit zu leben und ich werde es halt auch versuchen.
@Kennedy-Zitat & Kirche als Geldeintreiberorganisation Das Kennedy-Zitat ist ganz zutreffend, sowohl angewandt
auf den Staat, als auch angewandt auf die Kirche. Eine Kirche, die den Staat benützte, um die Kirchensteuer
bei ihren Gläubigen einzutreiben, und nur mehr auf das Geld ihrer Gläubigen aus war, ermunterte keinen
einzigen Katholiken: Sondern die Kirche wurde bei vielen Katholiken in den Ex-Kirchensteuerländern nur
mehr als geldgierige Steuereintreibergesellschaft betrachtet. In der BRD wurde die früher verpflichtende
Kirchensteuer vom Staat beim Gehalt abgezogen, in Österreich mußte die Kirche sich selbst mit den Gläubigen
in Verbindung setzen – und konnte den Staat als Eintreiber beantragen (was auch geschehen ist).
„Es muß allerdings dazu gesagt werden, daß finanzielle Beiträge an die FSSPX nicht notwendig sind,
um dort das heilige Altarssakrament und die anderen heiligen Sakramente empfangen zu dürfen.“ Ist klar,
Rudolfus – aber es gibt das gute Gefühl, seine Groschen gut angelegt zu haben in eine unbedingt förderungswürdige
Sache. Ohne EB Lefebvre, ohne die FSSPX kein Motu, ohne Motu kein erster Schimmer einer Morgenröte. Uuuund:
weiter geht’s! Mit Gruß. MC
So lange wir der Meinung sind… als Katholiken durch eine Stunde Brauchtumserhalt am Sonntag unsere Schuld
getan zu haben, anstatt Zeugnis abzulegen und neue Mitglieder für die Kirche zu gewinnen, bzw. „Karteileichen“
und abgefallene Glieder des Herrn zu reanimieren, müssen wir uns alle selber an die Nase fassen, wenn
man Kirchen schliessen will. Es ist ein altes deutsches Leiden nach dem Staat, der Kirche oder anderen
Institutionen zu rufen, wenn man selber nichts tun möchte. Kennedy hat schon den Satz geprägt: „Frage
nicht, was der Staat für Dich tun kann, sondern was Du für den Staat tun kannst“. Das gilt auch für
die Kirche in besonderem Maße.
@Maurice C. / Finanzielle Beiträge an die FSSPX Finanzielle Beiträge an die Werke der Kirche und an
die Werke des Heiligen Geistes sind selbstverständlich ein großer Verdienst vor Gott. Es muß allerdings
dazu gesagt werden, daß finanzielle Beiträge an die FSSPX nicht notwendig sind, um dort das heilige
Altarssakrament und die anderen heiligen Sakramente empfangen zu dürfen. Die Sakramente dürfen nach
dem Gesetz Gottes und der Kirche auch nicht verkauft werden. Die FSSPX hält sich daran, die BRD-Amtskirche
nicht: die wegen dem Geld Katholiken von den Sakramenten ausschließt – das ist Sakramentenverkauf!
@ Rudolfus Soziale Einrichtungen lassen sich nicht ohne weiteres auf Freiwilligenbasis betreiben. Im übrigen
haben ja Sie selbst nachgewiesen, dass es sich bei der Kirchensteuer um eine freiwillige Leistung handelt.
Da von ihr auch soziale Belange finanziert werden kann es sich auch nicht um eine Sakramentensteuer handeln.
Diese Kirche sollte unbedingt erhalten blei- ben – kann sie doch folgenden Generationen als Antwort dienen,
wenn diese nach den Gründen für die Kirchenkrise des ausgehenden 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts
fragen: dann, wenn die Sitaution wieder in Ordnung ist. (Der Heilige Vater arbeitet umsichtig und entschlossen
daran). Und was die Kirchensteuer anbetrifft: die zahle ich gerne und recht freigebig seit Jahrzehnten
an ein Werk der Kirche. An die FSSPX.
@Benedikt / „Tätige Nächstenliebe“ rekrutiert sich jedenfalls nicht aus irgendeiner Katholikensteuer.
Die Kirche kann solche Einrichtungen betreiben, muß sich dann aber ohne Steuervorschriften an ihre Katholiken
finanzieren, sondern muß sich auf Freiwilligenbasis oder zusammen mit dem Staat selbst finanzieren. Eine
Katholikensteuer, die die Sakramente verkauft, widerspricht dem Kirchenrecht.
ich glaube man sollte darin nicht den Untergang der christlichen Kultur vermuten… was soll ich sagen:
ich bin ja auch Christ, aber ich habe auch keinen sonderlichen Bedarf an Gotteshäusern, weil ich gehe
eh selten bis nie zur Messe. Das Beispiel mit dem Nachclub ist ja jetzt nicht schlecht gewählt. Ich glaube
viele junge Menschen haben Interesse an einer Beziehung mit Gott und man sollte ihnen durchaus zutrauen,
dass sie in der Lage sind diese Beziehung auch in ihrer eigenen Kultur und in ihren eigenen Riten zu erfassen.
Damit wird sich die katholische Kirche abfinden müssen. Ich kann nur immer wieder darauf hinweisen: es
ist da was im entstehen und ich glaube das sollte man fördern aber auch mäßigen. Aus meinen Erfahrungen
mit dem städtischen Nachtleben muss ich sagen: das ganze ist sehr inspirierend und aufreizend und garnicht
unbedingt so profan oder stupide. Vielleicht wenn man es rein oberflächlich betrachtet wirkt es so. Man
kann da etwas fühlen, etwas sehr tiefgründiges und es ist da in dieser Jugendszene mit all ihrer Musik
und ihren Ausdrucksformen. Ich fühle mich dem sehr stark verbunden und ich denke das ganze hat ein Anrecht
auf Leben. Ich denke, man muss diese Kultur aussöhnen mit der kath. Kirche und dann lässt sich hier
eine gute Koexistenz bilden.
@ Rudolfus Die Kirche darf in der Tat kein Sozialverein werden. Altenheime und Krankenhäuser aber sind
nicht nur soziale Aufgabe, sondern auch ein Dienst am Nächsten, den der Herr und ausdrücklich aufgetragen
hat. Neben Martyria und Leiturgia gibt es auch noch die Diakonia.
@Samurai / Die Kirche ist kein Sozialverein des Staates Ich kann wohl sagen, wo ein nicht geringer Teil
Kirchensteuer im Bistum Münster (zumindest für die Stadt Münster kann ich es konkreter sagen) „versickert“:
– in den Krankenhäusern,Altenheimen und KIndergärten in kirchlicher Trägerschaft, – in Einrichtungen
der Senioren- und Jugendarbeit (nicht weniges in kirchlicher Trägerschaft) Sie zählen Aufgaben des Staates
auf. Die Kirche handelt lobenswert, wenn sie Staatsaufgaben wahrnimmt – ihre tatsächliche eigentliche
Mission ist das aber alles nicht. Die Mission der Kirche ist zuallererst die Glaubensmission, dafür sind
die Pfarren da. Wenn die Kirche auf „Sozialverein“ macht, braucht sie sich nicht wundern, wenn sie kein
Geld mehr hat: Sie handelt aber gegen Gott, wenn wegen eines Sozialvereintums dadurch die Glaubensstationen
geschlossen werden. Eine solche Kirche steht zurecht ohne Nachwuchs da.
D.F. und VF Ich habe solche Reaktionen wie die Ihren erwartet. Ich muß zugeben, daß ich nicht bei allen
sog. Sakralbauten das gleiche Bedauern in mir erwecken kann, wenn ich höre, daß die Abrißbirne anrückt!
Die Idee überhaupt alle Kirchenbeiträge an den Vatikan direkt zu bezahlen der diese dann verteilt an
die einzelnen Provinzen ist nicht schlecht. So würden die Regionalbonzen gezwungen werden detailliert
zu formulieren welche Summe sie wofür genau benötigen und wozu !
@ Rudolfus Ich kann wohl sagen, wo ein nicht geringer Teil Kirchensteuer im Bistum Münster (zumindest
für die Stadt Münster kann ich es konkreter sagen) „versickert“: – in den Krankenhäusern,Altenheimen
und KIndergärten in kirchlicher Trägerschaft, – in Einrichtungen der Senioren- und Jugendarbeit (nicht
weniges in kirchlicher Trägerschaft) etc. Wenn die Katholische Kirche in Münster ihre Gelder komplett
abziehen würde, blieben in Münster nur die Uniklinik und das Evangelische Krankenhaus (Träger ist die
Diakonie) als Krankenhäuser übrig. samurai
@ Rudolfus Gott sei Dank ist die Kirchensteuer durch den deutschen Papst jetzt auch kirchenamtlich für
kirchenrechtswidrig eingestuft worden. Das hat er nicht. Sie phantasieren sich irgendwas zusammen. Das
von Ihnen zitierte Dokument sagt darüber rein gar nichts aus.
Wehrt Euch und leitet die Kirchensteuer um! Die Gläubigen der Herz-Jesu-Gemeinde könnten es prinzipiell
dem Kirchenrechtler a.D. Zapp aus Freiburg nachmachen: www.kath.net/detail.php?id=17323 Sie sollten somit
dem Bischöf von Münster die Kirchensteuer entziehen und sie in gleicher Höhe dem Heiligen Vater in
Rom zuleiten!
Schließung Es bleibt doch festzustellen: 1. Den Pfarrer zu beschimpfen ist mehr als ungerecht, denn für
eine Schließung kann er wohl kaum etwas. Zudem kann ich mir nicht vorstellen, dass eine solche Entscheidung
aus heiterem Himmel gefallen ist. Eigentümer der Kirchengebäude sind mW die Gemeinden selber, allerdings
sind sie vom Unterhalt des Bistums abhängig. Im Normalfall wird also an eine Gemeinde gemeldet, dass
die Kirche nicht mehr bezuschusst werden kann. Wenn die Gemeinde sich außerstande sieht, für den Unterhalt
der Kirche aufzukommen, dann wird sie geschlossen. Die Schließung wird also letztlich dadurch besiegelt,
dass der Gemeinde die Unterhaltsleistungen unmöglich sind. Dieses Prozedere dauert und kann der Gemeinde
kaum verborgen geblieben sein. 2. Eine Gemeinde mit 5000 Mitgliedern hat im Durchschnitt noch 450 Gottesdienstbesucher
(wenn man 15% veranschlagt). Selbst wenn es unwesentlich mehr wären: Zwei Kirchen sind da zuviel. 3.
Jede Gemeinde und jeder Gläubige sollte sich mal fragen, wie es überhaupt soweit kommen konnte. Wer
kann von sich behaupten, an der Kirchenkrise gänzlich unbeteiligt zu sein? Der derzeitige religiöse
Kurs der Kirche ist genau der, der von der Mehrzahl der Gläubigen seit Jahrzehnten befürwortet wird.
Wieso glaubt man eigentlich, dass trotz Austrittswellen und Priestermangel immer alles bei alten bleibt?
Die deutschen katholischen Diözesen in der BRD sollen die zweitreichsten Diözesen nach den katholischen
US-amerikanischen Diözesen sein. Anscheinend versickert das viele Geld der deutschen Kirchensteuerzahler
im riesigen Verwaltungsapparat, in den Tausenden unnötigen „Broschüren“ und „Handreichungen“, die ständig
von „Kommissionen“ erarbeitet und gedruckt werden, und die kein Mensch liest, und in den Millionen €
teuren Volksaltarumbauten und Kommunionbankabreißungen, die es ja auch in unseren Tagen seltsamerweise
noch gibt. Gott sei Dank ist die Kirchensteuer durch den deutschen Papst jetzt auch kirchenamtlich für
kirchenrechtswidrig eingestuft worden. Die Sakramentenspendung vom Zahlen einer Steuer abhängig zu machen,
das ist die Sünde der Simonie: Jene Sünde des Gnaden- und auch Ämterkaufes hat in Deutschland bekanntlich
die Reformation der Westchristenheit ausgelöst. Vgl. PÄPSTLICHER RAT FÜR DIE GESETZESTEXTE: ACTUS FORMALIS
DEFECTIONIS AB ECCLESIA CATHOLICA (Prot. N. 10279/2006) www.vatican.va/…tus-formalis_ge.html (Über
die notwendigen Gegebenheiten, damit der Pfarrer im Taufregister den ausdrücklichen Vermerk defectio
ab Ecclesia catholica actu formali rechtmäßig und gültig einträgt [In diesen Fällen sorgt dieselbe
kirchliche Autorität dafür, dass der Eintrag im Taufbuch (vgl. c. 535 § 2) erfolgt mit dem ausdrücklichen
Vermerk „defectio ab Ecclesia catholica actu formali“.].) Diese Weisung gilt insbesonders der DBK. (Die
ÖBK hat die Weisung bereits umgesetzt.)
Feingefühl wie ein T-Stahlträger Mitteilungen gehören ans Ende der Messfeier und nicht an den Anfang.
Hat er nach der Verkündigung der Schliessung der Kirche das Confiteor gebetet, um die Sünde des Zorn
von Gott vergeben zu lassen.