Kirchenverkauf
Proteste und Beschimpfungen
Nach einer Ankündigung des Pfarrers kam es in einer Kirche in Norddeutschland zu heftigen Reaktionen unter den Gläubigen.
Profanierte Kirchen werden allen möglichen Zwecken zugeführt: Im Bild ein Lokal in einer ehemaligen Kirche in Maastricht
Profanierte Kirchen werden allen möglichen Zwecken zugeführt: Im Bild ein Lokal in einer ehemaligen Kirche in Maastricht
© Flickr-Benützer „Patrick“
(kreuz.net, Rheine) Gestern trat Pfarrer Karl-Heinz Hense vor Beginn der Sonntagsmesse um 10.30 Uhr an das Lesepult der Herz-Jesu-Kirche in Rheine.

Der Ort mit über 75.000 Einwohnern befindet sich 45 Kilometer nördlich von Münster und gehört zur Diözese Münster.

Hw. Hense leitet die Herz-Jesu-Pfarrei. An sie wurde am vergangenen 1. Dezember die Pfarrei St. Konrad angeschlossen.

Der Pfarrer teilte seiner Gemeinde mit, daß die St. Konrad-Kirche nach dem Willen des Bischofs von Münster bis Anfang November aufgegeben werden soll.

Die Reaktionen der Gläubigen auf die Ankündigung waren heftig. Das berichtete die ‘Münsterländische Volkszeitung’ am 5. August.

Unter Protest verließen die Jugendlichen die Herz-Jesu-Kirche.

Ihnen folgten etliche Gemeindemitglieder. Vor der Kirche veranstalteten sie eine spontane Demonstration.

Pfarrer Hense stellte sich nach dem Gottesdienst der Diskussion. Vor der ‘Münsterländische Volkszeitung’ zeigte er sich sichtlich betroffen:

„Ich bin teilweise auf das Übelste beschimpft worden“.

Der Entscheid des Bischofs von Münster war schon in der ersten Ferienwoche gefällt worden. Dessen Verkündigung wurde bis zum Ferienende aufgeschoben, wenn alle Gemeindemitglieder wieder aus dem Urlaub zurück seien – so der Pfarrer.

Die Schließung der Konrad-Kirche, die ursprünglich als Garnisonskirche eingerichtet worden war, hatte sich schon länger abgezeichnet.

So hatte das Generalvikariat die befristeten Arbeitsverträge für Küster und Organistin von St. Konrad-Kirche nicht verlängert.

Grund für die Schließung ist das Geld. Auf Dauer könne eine „so kleine“ Gemeinde wie Herz Jesu/St. Konrad mit etwa 5.000 Mitgliedern keine zwei Kirchen unterhalten.

Die Zukunft von St. Konrad ist unklar. Wenn keine passende Lösung gefunden wird, soll die Kirche abgerissen werden.

Im Gespräch war ein Seniorenwohnheim mit der Konradkirche als Gebetsraum. Dieses Projekt sei aber nicht genehmigungsfähig.

In Rheine gibt es insgesamt 14 katholische Kirchen.
      
40 Lesermeinungen
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#40   St. Sebastian Ewigkeit   14:37:34 | Montag, 13. August 2007
Kirchenschließungen und Geld
Das Problem an der heutigen Debatte ist das, dass das Geld aus Deutschland in den letzten Jahren Milliardenhaft verschenkt wurde und die Leute es nicht wissen. Die Kirche selber hat nun auch selber schuld, wenn sie nicht spart und wenn die Pfarrer nur wegen des Geldes predigen und Kirche machen. Das Geld ist falsch verteilt – es fehlen Anreize, um eine christliche Mission zu machen. Das Herz schlägt nicht mehr aber die Hand ist offen für Kirchenbeamtengeld. Staatlich betrachtet sind dann die Theologen abhängig von Staatsfinanzen und nun eben der EU, die ja eine allgemeine Religion schaffen will, unter deren Stern sich die modernen Kirchenfunktionäre sammeln. Es musste auf die Kirche zurückfallen: der Rückzug, leere Kirchen, fehlende Mission, verspiele Gelder zugunsten gewisser herzloser und gottloser Albernheiten, die andere Menschen nur noch zum Lachen bringen. Selber haben wir allesamt wenig Geld und alle müssen aufpassen, dass wir sparen können und nicht in Versuchung geraten. Doch eine Kirche, die sich selber aufgegeben hat, die nur die pharaisäerhaften Funktionäre versorgen will, während der Glaube verarmt, kann man die noch ernst nehmen? Die Kirchen sammel Reichtümer auf der Erde. Sie sammeln sie immer weniger im Himmel. Daher passen EU und evangelische Kirche und Bischof Lehmann so gut zusammen. Alle verfolgen das Eine Ziel.
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#39   landorganist   10:42:19 | Donnerstag, 9. August 2007
Erstaunlich,
wie sich die Herrschaften hier die Mäuler über die Verwendung von Kirchensteuermitteln zerreißen, aber in Wahrheit nicht den leisesten Schimmer von der Materie haben. Leute, geht in Eure Piusbrüderhinterhofkapellen und feiert die alte Messe. Überlasst die Diakonie der röm. Kirche und lasst Euch beim jüngsten Gericht fragen, was ihr denen getan habt, die nackt waren, die im Gefängnis saßen, die nichts zu essen hatten, die krank waren etc. etc. Dann könnt Ihr frohlocken und dem HERRN erklären, wie Ihr die Kirchensteuer hinterzogen, dafür aber fromme Übungen vor dem Hochaltar nach altem Ritus vollzogen habt. Ich frage mich, was dem Herrn dann wohlgefällt.
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#38   Rudolfus   14:13:12 | Mittwoch, 8. August 2007
@Gotthard / Geld für die Amtskirchenfunktionärsposten in Deutschland aus Brüssel
Bitte mal um genaue Erläuterungen, welche Mittel zum Erhalt von Arbeitsplätzen bei der EU bereitstehen!!!
Die EU mit ihren vielen bedürftigen Ostländern soll ausgerechnet die deutschen Amtskirchenfunktionärsposten finanziell fördern?
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#37   Gotthard   17:25:18 | Dienstag, 7. August 2007
@isidor
Außerdem ist sehr viel Geld vorhanden, denn ansonsten könnte Herr Lettmann ja auch EU-Mittel für die Erhaltung von Arbeitsplätzen abrufen. Diese stehen nämlich zur Verfügung!
Bitte mal um genaue Erläuterungen, welche Mittel zum ERhalt von Arbeitsplätzen bei der EU bereitstehen!!!
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#36   Isidor   15:40:29 | Dienstag, 7. August 2007
Danke Rudolfus und r.ruhrgebietler – das ist Wahrheit!
Der DBK Präsident – darf doch als Funktionär gerne weiterhin die sogenannte „Kirchensteuer“ zahlen – somit sind die Plätze eines Herrn Lettmann, Herrn Felix Genn und der anderen Kohorte in den Generalvikariaten auch noch weiterhin lange gesichert!
Die Besucher der Kirche in Rheine, die geschlossen werden soll, hätten sofort mal zum Bischofspalais nach Münster fahren müssen…und lautstark mit Presse und Fernsehn sich für die Absetzung des Bischofs stark machen müssen. (können sie ja noch!) Denn das Jahresgehalt eines Bischofs ist immens. Soll man Bischöfe einsparen – die nutzen eh nichts in ihrem deutsch-katholischen schnöden Mammon-Dasein. Außerdem ist sehr viel Geld vorhanden, denn ansonsten könnte Herr Lettmann ja auch EU-Mittel für die Erhaltung von Arbeitsplätzen abrufen. Diese stehen nämlich zur Verfügung! Auch Herr Felix Genn, der Kirchenfunktionär aus dem Bistum Essen macht keinen Gebrauch davon, denn es ist genügend Geld da – im Säckel!
Beide „Bischöfe“ leben in schwerster Sünde – das Gebot der Nächstenliebe wird von ihnen nicht beachtet…und und…
Orate Fratres – um Bekehrung für diese Kirchenfunktionäre!
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#35   Rudolfus   13:18:49 | Dienstag, 7. August 2007
@Ichthy’s / Der Papst hat die deutsche Kirchensteuerfrage bereits geklärt, auch für den DBK-Präs.
can. 222§1 des CIC/1983 spricht ganz klar davon, daß die Gläubigen die Pflicht haben, die notwendigen finanziellen Beiträge zu leisten, und zwar sowohl explizit für alle 3 Bereiche: Gottesdienst, Verkündigung und Diakonie, sowie für einen angemessenen Unterhalt der in der Kirche Beschäftigten.
Zuständig für alle diese Fragen ist für alle verbindlich
der Päpstliche Rat für die Interpretation der Gesetzestexte,
mit dessen Konsultierung S.H. der Papst seine Entscheidung über die korrekte Interpretierung bereits getroffen hat.
Die verpflichtende Kirchensteuer der Deutschen ist allein deshalb bereits schon abgeschafft,
weil sich jeder Katholik in Deutschland vor dem Staat von der Kirche offiziell abmelden darf,
ohne, daß ihn die Ortskirche als ausgetreten betrachten darf.
Damit ist die deutsche Kirchensteuer nur mehr unverbindlich,
und es besteht nur mehr eine freiwillige Katholikensteuer in der BRD, in der CH und in Österreich,
die diese Frage weltkirchlich betrifft.
www.vatican.va/…tus-formalis_ge.html
Die vorliegende Mitteilung wurde approbiert von Papst Benedikt XVI, der die amtliche Bekanntmachung an
alle Präsidenten der Bischofskonferenzen angeordnet hat.
(„In der Gewissheit, dass der dortige Episkopat in Anbetracht der Heilsdimension der kirchlichen Gemeinschaft die pastorale Motivation dieser Normen gut verstehen wird, verbleibe ich mit in herzliche Verbundenheit.“)
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#34   Gunsenum   12:48:46 | Dienstag, 7. August 2007
@r.ruhrgebietler
Wieviel Geld können und wollen und werden Sie zum Unterhalt der Kirche (Bausubstanz, betriebslaufende Kosten (Wasser, Strom, Heizung), liturgische Ausstattung, Entgelt der Kirchenbediensteten, Umrüstungsarbeiten je nach Erfordernis…) beisteuern ?
Erst nach einer adäquaten Antwort, sollten Sie sich für den Erhlat stark machen!
MOtzen, das kann jeder!
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#33   r.ruhrgebietler   06:54:17 | Dienstag, 7. August 2007
und wenn es nur 50 wären
die Kirche muss um derer Seelenrettung erhalten bleiben! Hier also ein weiteres Horrobeispiel der V-II-Kleriker, wie sie um die Seelenrettung bemüht ist – es stört nicht, sie dienen lieber dem Mammon! Das Ende finden wir in der Bibel: niemand kann zwei Herren dienen. Wo sind also die Berufungen? Wo sind die Priester und Ordensleute der V-II-Amtskirche, die sich überaus eifrigst um Seelenrettung bemühen? GELD HAT KEINE SEELE!
HERR JESUS CHRISTUS,
SOHN DES VATERS,
SENDE JETZT DEINEN GEIST ÜBER DIE ERDE.
LASS DEN HEILIGEN GEIST WOHNEN,
IN DEN HERZEN ALLER VÖLKER,
DAMIT SIE BEWAHRT BLEIBEN MÖGEN,
VOR VERFALL, UNHEIL UND KRIEG.
MÖGE DIE FRAU ALLER VÖLKER,
DIE EINST MARIA WAR,
UNSERE FÜRSPRECHERIN SEIN.
AMEN.
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#32   Benedikt   00:52:21 | Dienstag, 7. August 2007
@ Theophil, Beitrag von 19:50
Genau so ist es!
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#31   Aleph †   23:24:56 | Montag, 6. August 2007
Jammergebrülle
Das Jammergebrülle haben viele mit verursacht. Jetzt helfen auch keine Heiligen mehr…!
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#30   Gotthard   22:17:15 | Montag, 6. August 2007
St. Konrad
1. Die Ankündigung VOR der Messe, diese Kirche zu schließen, zeugt nicht von großem Fingerspitzengespür.
2. Eine Pfarrei mit 5000 Katholiken bedarf wahrlich keiner 2 Kirchen. Diese 2. Kirche wurde aus ganz anderen Gründen errichtet, die nun weggefallen sind. Also was soll der Aufschrei?
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#29   Maurice Corvisier   21:39:00 | Montag, 6. August 2007
Nein, nein, sirilo, es geht einzig um die
Frage, warum im Falle des Fehlens einer Zwangsbesteuerung die traditionell katholischen Gruppen ganz einfach besser dastehen als die Amtskirche.
Mag es sein, daß unverbindliches Offensein für alles und jedes dazu führt, daß man sein Eigenes in all dem Gemenge gar nicht mehr wiederfindet?
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#28   Sirilo   21:16:24 | Montag, 6. August 2007
Kuriose Konsequenz
Es ist schon zum Staunen, welche Logik manche Leute haben: Weil wegen Finanzierungsschwierigkeiten die eine oder andere Kirche geschlossen werden muss, rufen sie auf zum Kirchensteuerstreik – der doch nur die Folge hätte, dass noch mehr Kirchen geschlossen werden müssten.
Was die FSSPX angeht, die angeblich finanziell so blendend dasteht, würde mich schon einmal interessieren, wer sie finanziert und aushält. In der Gegen von Rennes in Frankreich ist es ein Dessous-Fabrikant, der mit lasziven Plakaten für seine Reizwäsche wirbt…
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#27   Maurice Corvisier   20:49:58 | Montag, 6. August 2007
Die französische Erfahrung, Bruder Theo-
phil, ist die (Sie wissen, Frankreich kennt keine „Kirchensteuer“), daß die traditionell katholischen Gruppen finanziell wesentlich besser dastehen als die windelweiche, allem und jedem offene, links- bis linksextrem orientierte Wischiwaschi-Arbeiterpriester-„Amtskirche“.
Ich werde nie vergessen, wie der arme Pfarrer in (nicht „von“) Azay-le-Ferron grußheischend durch den Ort ging – und niemand kannte ihn. Sein Gottesdienst war praktisch unbesucht, und er hat (ehrlich!!) mein volles Mitleid.
Am selben Tag war die von den Gläubigen zur würdigen Kirche umgebaute Scheune in Le Bois bei Mérigny überfüllt: sie gehört zur Bruderschaft von der Verklärung (Fraternité de la Transfiguration) des Pfarrers Lecareux, der der FSSPX verbunden ist.
In manchen Dingen ist Frankreich im Positiven wie im Negativen so etwas wie ein Seismograph. EB Lefebvre wollte nur, daß man uns das Experiment der Tradition machen ließe. In Frankreich, so weiß ich, blüht und gedeiht die Tradition – und eine entschlossene Schar arbeitet hartnäckig daran, daß es in Deutschland auch bald so sei.
Iesus, iuva (schrieb der große Bach über seine Kompositionen).
Mit Gruß!
MC
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#26   ExBochumer †   20:43:23 | Montag, 6. August 2007
Der religiöse Glaubenskrieg – angezettelt von den katholischen Oberhirten –
setzt sich fort.
Glaubenszerstörung nennt man das wohl.
Ade, katholische Kirche.
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#25   )ichthy's   20:34:56 | Montag, 6. August 2007
Finanzierungspflicht
@Rudolfus: can. 222§1 des CIC/1983 spricht ganz klar davon, daß die Gläubigen die Pflicht haben, die notwendigen finanziellen Beiträge zu leisten, und zwar sowohl explizit für alle 3 Bereiche: Gottesdienst, Verkündigung und Diakonie, sowie für einen angemessenen Unterhalt der in der Kirche Beschäftigten.
Ob die Kirchensteuer die ideale Methode ist, dafür zu sorgen, daß die Gläubigen dieser Pflicht nachkommen, ist diskutabel. Aber einfach nicht zu zahlen, oder das Geld einem Verein zukommen zu lassen, der gar nicht richtig Teil der Kirche ist, weil er Messen nur durch suspendierte Priester feiert, das geht nicht. (Ist nach neuer vat Rechtsprechung allerdings nicht mehr als Abfall von der Kirche zu werten.)
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#24   Bruder Theophil   20:16:16 | Montag, 6. August 2007
Kirchensteuer…
…kann man von mir aus abschaffen. Dann wird möglicherweise aus der Katholischen Kirche wieder ein Senfkorn. Aber wir wissen ja alle, was Jesus in seinen Gleichnissen über das Senfkorn gesagt hat. Ausserdem würde die Öffentlichkeit zu spüren bekommen, was alles fehlen würde, wenn die soziale Hilfe der Katholischen Kirche drastisch gekürzt werden würde. Dann würde man die Katholische Kirche plötzlich ganz anders wahrnehmen.
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#23   matt2 †   20:10:10 | Montag, 6. August 2007
ich will hinzufügen…
dass ich mich seit längerer Zeit nicht mehr in Nachclubs begeben habe, obwohl ich mir bewußt bin, dass diese Szene in ihrer Vielfalt einen Ausdruck gibt von mir. Aber ich bin nachwievor autistisch. ich bin als physischer Mensch nicht performant, weil meine Ausdrucksformen eigentlich alle schon vergeben sind, weil sie durch andere ausgespielt werden und ich einfach zu faul bin sie selbst auszuspielen. Diese Ausdrucksformen sind wie meine Kinder und ich will ihnen nicht die Show stehlen. Ich bin im konkreten Umgang mit Menschen ziemlich ideenlos, weil ich immer was besonderes machen will. Aber zumeist fällt mir garnichts ein. Das ist dann sehr ärgerlich. Ich schaue mir das ganze eigentlich nur an als „Leecher“, wie eine Art Vampir tu ich mich verhalten, aber ich weiß, dass es von mir zeugt und mich dieses Feedback auch erbauen kann.
Nun das ist alles keine Kampfansage an die kath. Kirche. Sie wird bestehen. Aber dies neue, was ich auf mich bezogen verstehe wird auch bestehen. Mein größter Fehler war aus Blindheit dies neue abzweisen und zu verdammen. Ich könnte es ohnehin nicht mehr stoppen, genauso wenig wird es die kath. Kirche können. Sie wird lernen müssen damit zu leben und ich werde es halt auch versuchen.
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#22   Rudolfus   19:58:10 | Montag, 6. August 2007
@Kennedy-Zitat & Kirche als Geldeintreiberorganisation
Das Kennedy-Zitat ist ganz zutreffend, sowohl angewandt auf den Staat, als auch angewandt auf die Kirche.
Eine Kirche, die den Staat benützte, um die Kirchensteuer bei ihren Gläubigen einzutreiben, und nur mehr auf das Geld ihrer Gläubigen aus war,
ermunterte keinen einzigen Katholiken:
Sondern die Kirche wurde bei vielen Katholiken in den Ex-Kirchensteuerländern nur mehr als geldgierige Steuereintreibergesellschaft betrachtet.
In der BRD wurde die früher verpflichtende Kirchensteuer vom Staat beim Gehalt abgezogen,
in Österreich mußte die Kirche sich selbst mit den Gläubigen in Verbindung setzen – und konnte den Staat als Eintreiber beantragen (was auch geschehen ist).
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#21   Maurice Corvisier   19:53:52 | Montag, 6. August 2007
„Es muß allerdings dazu gesagt werden, daß finanzielle Beiträge an die FSSPX nicht notwendig sind,
um dort das heilige Altarssakrament und die anderen heiligen Sakramente empfangen zu dürfen.“
Ist klar, Rudolfus – aber es gibt das gute Gefühl, seine Groschen gut angelegt zu haben in eine unbedingt förderungswürdige Sache.
Ohne EB Lefebvre, ohne die FSSPX kein Motu, ohne Motu kein erster Schimmer einer Morgenröte.
Uuuund: weiter geht’s!
Mit Gruß.
MC
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#20   Bruder Theophil   19:50:33 | Montag, 6. August 2007
So lange wir der Meinung sind…
als Katholiken durch eine Stunde Brauchtumserhalt am Sonntag unsere Schuld getan zu haben, anstatt Zeugnis abzulegen und neue Mitglieder für die Kirche zu gewinnen, bzw. „Karteileichen“ und abgefallene Glieder des Herrn zu reanimieren, müssen wir uns alle selber an die Nase fassen, wenn man Kirchen schliessen will. Es ist ein altes deutsches Leiden nach dem Staat, der Kirche oder anderen Institutionen zu rufen, wenn man selber nichts tun möchte. Kennedy hat schon den Satz geprägt: „Frage nicht, was der Staat für Dich tun kann, sondern was Du für den Staat tun kannst“. Das gilt auch für die Kirche in besonderem Maße.
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#19   Rudolfus   19:48:22 | Montag, 6. August 2007
@Maurice C. / Finanzielle Beiträge an die FSSPX
Finanzielle Beiträge an die Werke der Kirche und an die Werke des Heiligen Geistes sind selbstverständlich ein großer Verdienst vor Gott.
Es muß allerdings dazu gesagt werden, daß finanzielle Beiträge an die FSSPX nicht notwendig sind, um dort das heilige Altarssakrament und die anderen heiligen Sakramente empfangen zu dürfen.
Die Sakramente dürfen nach dem Gesetz Gottes und der Kirche auch nicht verkauft werden.
Die FSSPX hält sich daran,
die BRD-Amtskirche nicht:
die wegen dem Geld Katholiken von den Sakramenten ausschließt – das ist Sakramentenverkauf!
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#18   Benedikt   19:42:54 | Montag, 6. August 2007
@ Rudolfus
Soziale Einrichtungen lassen sich nicht ohne weiteres auf Freiwilligenbasis betreiben.
Im übrigen haben ja Sie selbst nachgewiesen, dass es sich bei der Kirchensteuer um eine freiwillige Leistung handelt. Da von ihr auch soziale Belange finanziert werden kann es sich auch nicht um eine Sakramentensteuer handeln.
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#17   Maurice Corvisier   19:40:58 | Montag, 6. August 2007
Diese Kirche sollte unbedingt erhalten blei-
ben – kann sie doch folgenden Generationen als Antwort dienen, wenn diese nach den Gründen für die Kirchenkrise des ausgehenden 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts fragen: dann, wenn die Sitaution wieder in Ordnung ist. (Der Heilige Vater arbeitet umsichtig und entschlossen daran).
Und was die Kirchensteuer anbetrifft: die zahle ich gerne und recht freigebig seit Jahrzehnten an ein Werk der Kirche.
An die FSSPX.
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#16   Rudolfus   19:32:08 | Montag, 6. August 2007
@Benedikt / „Tätige Nächstenliebe“
rekrutiert sich jedenfalls nicht aus irgendeiner Katholikensteuer.
Die Kirche kann solche Einrichtungen betreiben, muß sich dann aber ohne Steuervorschriften an ihre Katholiken finanzieren,
sondern muß sich auf Freiwilligenbasis oder zusammen mit dem Staat selbst finanzieren.
Eine Katholikensteuer, die die Sakramente verkauft, widerspricht dem Kirchenrecht.
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#15   matt2 †   19:30:46 | Montag, 6. August 2007
ich glaube man sollte darin nicht den Untergang der christlichen Kultur vermuten…
was soll ich sagen: ich bin ja auch Christ, aber ich habe auch keinen sonderlichen Bedarf an Gotteshäusern, weil ich gehe eh selten bis nie zur Messe. Das Beispiel mit dem Nachclub ist ja jetzt nicht schlecht gewählt. Ich glaube viele junge Menschen haben Interesse an einer Beziehung mit Gott und man sollte ihnen durchaus zutrauen, dass sie in der Lage sind diese Beziehung auch in ihrer eigenen Kultur und in ihren eigenen Riten zu erfassen. Damit wird sich die katholische Kirche abfinden müssen. Ich kann nur immer wieder darauf hinweisen: es ist da was im entstehen und ich glaube das sollte man fördern aber auch mäßigen. Aus meinen Erfahrungen mit dem städtischen Nachtleben muss ich sagen: das ganze ist sehr inspirierend und aufreizend und garnicht unbedingt so profan oder stupide. Vielleicht wenn man es rein oberflächlich betrachtet wirkt es so. Man kann da etwas fühlen, etwas sehr tiefgründiges und es ist da in dieser Jugendszene mit all ihrer Musik und ihren Ausdrucksformen. Ich fühle mich dem sehr stark verbunden und ich denke das ganze hat ein Anrecht auf Leben. Ich denke, man muss diese Kultur aussöhnen mit der kath. Kirche und dann lässt sich hier eine gute Koexistenz bilden.
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#14   Benedikt   19:27:46 | Montag, 6. August 2007
@ Rudolfus
Die Kirche darf in der Tat kein Sozialverein werden. Altenheime und Krankenhäuser aber sind nicht nur soziale Aufgabe, sondern auch ein Dienst am Nächsten, den der Herr und ausdrücklich aufgetragen hat. Neben Martyria und Leiturgia gibt es auch noch die Diakonia.
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#13   Rudolfus   19:23:49 | Montag, 6. August 2007
@Samurai / Die Kirche ist kein Sozialverein des Staates
Ich kann wohl sagen, wo ein nicht geringer Teil Kirchensteuer im Bistum Münster (zumindest für die Stadt Münster kann ich es konkreter sagen) „versickert“:
– in den Krankenhäusern,Altenheimen und KIndergärten in kirchlicher Trägerschaft,
– in Einrichtungen der Senioren- und Jugendarbeit (nicht weniges in kirchlicher Trägerschaft)
Sie zählen Aufgaben des Staates auf.
Die Kirche handelt lobenswert, wenn sie Staatsaufgaben wahrnimmt –
ihre tatsächliche eigentliche Mission ist das aber alles nicht.
Die Mission der Kirche ist zuallererst die Glaubensmission, dafür sind die Pfarren da.
Wenn die Kirche auf „Sozialverein“ macht, braucht sie sich nicht wundern, wenn sie kein Geld mehr hat:
Sie handelt aber gegen Gott, wenn wegen eines Sozialvereintums dadurch die Glaubensstationen geschlossen werden.
Eine solche Kirche steht zurecht ohne Nachwuchs da.
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#12   Pünktchen   19:15:04 | Montag, 6. August 2007
D.F. und VF
Ich habe solche Reaktionen wie die Ihren erwartet. Ich muß zugeben, daß ich nicht bei allen sog. Sakralbauten das gleiche Bedauern in mir erwecken kann, wenn ich höre, daß die Abrißbirne anrückt! ^-^
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#11   VirFortis   19:13:18 | Montag, 6. August 2007
Die Idee
überhaupt alle Kirchenbeiträge an den Vatikan direkt zu bezahlen der diese dann verteilt an die einzelnen Provinzen ist nicht schlecht. So würden die Regionalbonzen gezwungen werden detailliert zu formulieren welche Summe sie wofür genau benötigen und wozu !
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#10   Samurai   19:09:56 | Montag, 6. August 2007
@ Rudolfus
Ich kann wohl sagen, wo ein nicht geringer Teil Kirchensteuer im Bistum Münster (zumindest für die Stadt Münster kann ich es konkreter sagen) „versickert“:
– in den Krankenhäusern,Altenheimen und KIndergärten in kirchlicher Trägerschaft,
– in Einrichtungen der Senioren- und Jugendarbeit (nicht weniges in kirchlicher Trägerschaft)
etc.
Wenn die Katholische Kirche in Münster ihre Gelder komplett abziehen würde, blieben in Münster nur die Uniklinik und das Evangelische Krankenhaus (Träger ist die Diakonie) als Krankenhäuser übrig.
samurai
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#9   Benedikt   19:04:53 | Montag, 6. August 2007
@ Rudolfus
Gott sei Dank ist die Kirchensteuer durch den deutschen Papst jetzt auch kirchenamtlich für kirchenrechtswidrig eingestuft worden.
Das hat er nicht. Sie phantasieren sich irgendwas zusammen. Das von Ihnen zitierte Dokument sagt darüber rein gar nichts aus.
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#8   Florian   18:58:37 | Montag, 6. August 2007
Wehrt Euch und leitet die Kirchensteuer um!
Die Gläubigen der Herz-Jesu-Gemeinde könnten es prinzipiell dem Kirchenrechtler a.D. Zapp aus Freiburg nachmachen: www.kath.net/detail.php?id=17323
Sie sollten somit dem Bischöf von Münster die Kirchensteuer entziehen und sie in gleicher Höhe dem Heiligen Vater in Rom zuleiten!
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#7   Benedikt   18:53:59 | Montag, 6. August 2007
Schließung
Es bleibt doch festzustellen:
1. Den Pfarrer zu beschimpfen ist mehr als ungerecht, denn für eine Schließung kann er wohl kaum etwas. Zudem kann ich mir nicht vorstellen, dass eine solche Entscheidung aus heiterem Himmel gefallen ist. Eigentümer der Kirchengebäude sind mW die Gemeinden selber, allerdings sind sie vom Unterhalt des Bistums abhängig. Im Normalfall wird also an eine Gemeinde gemeldet, dass die Kirche nicht mehr bezuschusst werden kann. Wenn die Gemeinde sich außerstande sieht, für den Unterhalt der Kirche aufzukommen, dann wird sie geschlossen. Die Schließung wird also letztlich dadurch besiegelt, dass der Gemeinde die Unterhaltsleistungen unmöglich sind. Dieses Prozedere dauert und kann der Gemeinde kaum verborgen geblieben sein.
2. Eine Gemeinde mit 5000 Mitgliedern hat im Durchschnitt noch 450 Gottesdienstbesucher (wenn man 15% veranschlagt). Selbst wenn es unwesentlich mehr wären: Zwei Kirchen sind da zuviel.
3. Jede Gemeinde und jeder Gläubige sollte sich mal fragen, wie es überhaupt soweit kommen konnte. Wer kann von sich behaupten, an der Kirchenkrise gänzlich unbeteiligt zu sein? Der derzeitige religiöse Kurs der Kirche ist genau der, der von der Mehrzahl der Gläubigen seit Jahrzehnten befürwortet wird. Wieso glaubt man eigentlich, dass trotz Austrittswellen und Priestermangel immer alles bei alten bleibt?
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#6   VirFortis   18:53:31 | Montag, 6. August 2007
@Pünktchen
sind Sie sicher das das keine Weinflaschenstöpselfabrik in Wladiwostok ist ??
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#5   Defensor Fidei   18:51:26 | Montag, 6. August 2007
@ Pünktchen
Haha…sehr witzig Pünktchen. Wenn das eine Kirche sein soll, dann bin ich…obwohl… o.O …heutzutage weiß man ja nie…
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#4   Rudolfus   18:49:45 | Montag, 6. August 2007
Die deutschen katholischen Diözesen in der BRD sollen die zweitreichsten Diözesen nach
den katholischen US-amerikanischen Diözesen sein.
Anscheinend versickert das viele Geld der deutschen Kirchensteuerzahler im riesigen Verwaltungsapparat,
in den Tausenden unnötigen „Broschüren“ und „Handreichungen“, die ständig von „Kommissionen“ erarbeitet und gedruckt werden, und die kein Mensch liest,
und in den Millionen € teuren Volksaltarumbauten und Kommunionbankabreißungen,
die es ja auch in unseren Tagen seltsamerweise noch gibt.
Gott sei Dank ist die Kirchensteuer durch den deutschen Papst jetzt auch kirchenamtlich für kirchenrechtswidrig eingestuft worden.
Die Sakramentenspendung vom Zahlen einer Steuer abhängig zu machen, das ist die Sünde der Simonie:
Jene Sünde des Gnaden- und auch Ämterkaufes hat in Deutschland bekanntlich die Reformation der Westchristenheit ausgelöst.
Vgl. PÄPSTLICHER RAT FÜR DIE GESETZESTEXTE:
ACTUS FORMALIS DEFECTIONIS
AB ECCLESIA CATHOLICA
(Prot. N. 10279/2006)
www.vatican.va/…tus-formalis_ge.html
(Über die notwendigen Gegebenheiten,
damit der Pfarrer im Taufregister den ausdrücklichen Vermerk defectio ab Ecclesia catholica actu formali
rechtmäßig und gültig einträgt [In diesen Fällen sorgt dieselbe kirchliche Autorität dafür, dass der Eintrag im Taufbuch (vgl. c. 535 § 2) erfolgt mit dem ausdrücklichen Vermerk „defectio ab Ecclesia catholica actu formali“.].)
Diese Weisung gilt insbesonders der DBK.
(Die ÖBK hat die Weisung bereits umgesetzt.)
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#3   Pünktchen   18:43:46 | Montag, 6. August 2007
Hier ein
>>>>>Foto …rzjesu-stkonrad-rheine.de/images/st.konrad.jpg<<<<< der Filialkirche St. Konrad in Rheine.
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#2   Romulus   18:27:13 | Montag, 6. August 2007
Vorschlag
Die Kirche sollte der Priesterbruderschaft St. Pius X. übergeben werden.
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#1   Seminarist   18:22:03 | Montag, 6. August 2007
Feingefühl wie ein T-Stahlträger
Mitteilungen gehören ans Ende der Messfeier und nicht an den Anfang. Hat er nach der Verkündigung der Schliessung der Kirche das Confiteor gebetet, um die Sünde des Zorn von Gott vergeben zu lassen.
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