Eine EU-Delegation wird in Kürze nach Südamerika aufbrechen. Ziel der Reise: Man will dazu beitragen, ungeborenen südamerikanischen Kindern den Garaus zu machen. Das Todeskommando wird sich auch darum bemühen, den Einfluß der Kirche in den besuchten Staaten zurückzudrängen.
(kreuz.net, Brüssel) Einige EU-Parlamentarier fühlen sich dazu berufen, die tödliche Kinderabtreibung
und die damit verbundene Gewalt gegen meist junge Mütter auch in Südamerika zu fördern.
Vom 1. bis
zum 10. Dezember reist eine EU-Delegation nach Brasilien und Peru, um „die Realität sexueller und reproduktiver
Rechte in Lateinamerika zu erforschen“. Die Delegation will auch in Erfahrung bringen, „wie weit der Einfluß
der katholischen Kirche auf diesem Gebiet reicht“.
Hinter der makabren Missionsreise steht das ‘Intereuropäische
Parlamentarier-Forum für Bevölkerung und Entwicklung’ (IEPFPD) sowie die radikale Abtreibungsorganisation,
die sich hinter dem Tarnnamen ‘Katholiken für eine freie Wahl’ verbirgt.
Beide Gruppierungen treten
für ein angebliches Recht auf Kinderabtreibung ein.
Die kinderfeindlichen EU-Missionare werden in Südamerika
Gelegenheit bekommen, mit Regierungsvertretern, Parlamentarien sowie verschiedenen Gruppierungen zusammenzutreffen,
welche „die reproduktive Gesundheit fördern“.
In den Gesprächen werde man sich vor allem darauf konzentrieren,
„den Einfluß der Religion in dieser Frage“ zurückzudrängen.
Der Reisetermin der EU-Lebensfeinde dürfte
nicht zufällig gewählt sein.
Denn kürzlich ist im brasilianischen Parlament eine Debatte über die
Einführung der Kinderabtreibung losgebrochen. Ein neuer Gesetzesentwurf sieht vor, ungeborenen Kinder
bis zur 12. Schwangerschaftswoche das Lebensrecht abzuerkennen. Im Fall einer Vergewaltigung soll die
Kinderabtreibung bis zur 20. Schwangerschaftswoche legalisiert werden.
In einem Gespräch mit der römischen
Nachrichtenagentur ‘Zenit’ erklärte Riccardo Cascioli – ein Experte für Menschenrechtsfragen in Entwicklungsländern
und Leiter des ‘Europäischen Studienzentrums für Bevölkerung, Umwelt und Entwicklung’ –, daß die Reise
der EU-Parlamentarier Teil einer groß angelegten internationalen Kampagne sei.
Sie diene dazu, Druck
auf die Länder auszuüben, in denen die Abtreibung verboten oder eingeschränkt erlaubt ist. Lateinamerika
sei das Hauptziel dieser Kampagne, weil es sich dabei um den einzigen Kontinent handelt, wo die Kinderabtreibung
noch weitgehend verboten ist.
Der Angriff auf die katholische Kirche spiele bei den Lebensfeinden eine
grundlegende Rolle, erklärt Cascioli: „Man wirft der Kirche vor, Einfluß auszuüben und die Annahme
von Gesetzen, die die Abtreibung fördern, zu verhindern.“
Das Intereuropäische Parlamentarier-Forum
für Bevölkerung und Entwicklung, das Anfang Dezember seine Missionsreise startet, wurde im Jahr 2000
gegründet. Es hat sich zum Ziel gesetzt, ein angebliches Recht auf Kinderabtreibung international zu
propagieren.
Zu den großzügigsten Unterstützern des Parlamentarier-Forums gehört das Abtreibungsnetzwerk
‘Föderation Planned Parenthood’, der UN-Bevölkerungsfond UNFPA und die Europäische Kommission.
In
den vergangenen Jahren hat die EU-Kommission – so Cascioli – die finanziellen Mittel zur Unterstützung
der Abtreibung in Europa und der ganzen Welt verdreifacht.
Dabei bediene man sich auch an Geldern, die
eigentlich für Zusammenarbeit und Entwicklung bestimmt sind.
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7 Lesermeinungen
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#7 Uwe Schmidt 07:17:51 | Sonntag, 27. November 2005
der wahre grund Der Mythos von der Überbevölkerung wird ja nicht nur auf EU-Ebene, sondern auch von
praktisch der gesamten westlichen Medienmacht transportiert. Hinter diesem Kartell aus Macht und Politik
stehen aber die westlichen Großbanken und die Multinationalen. Der Synarch Henry Kissinger hat im National
Security Study Memorandum 200 sogar ganz unverblümt die Gründe dafür angegeben, warum die USA & Europa
die Bevölkerung in den Entwicklungsländern unbedingt reduzieren müssen: -hohe Staatsbevölkerung steigert
das politische Gewicht eines Staates (und der Westen will seine Macht ja behalten!) -die westlichen Investionen
werden durch ungebremstes Bevölkerungswachstum in den armen Ländern ernsthaft bedroht -die armen Völker
würden ihre Rohstoffe selber aufbrauchen (dabei will der Westen die Kontrolle darüber haben, zu seinem
eigenen Nutzen) -Schließlich birgt eine dynamische Generation von „jungen Wilden“ die Gefahr, dass der
Status quo beseitigt und antiwestliches Regierungen ans Ruder kommen Dem großen westlichen Geld bleibt
also gar nichts anderes übrig, als sowohl die eigene, wie auch alle übrigen Gesellschaften zu demoralisieren,
damit diese nicht zu mächtig werden.
#6 methusalix † 18:41:27 | Samstag, 26. November 2005
@richard Sie schrieben: „Sie ist zentralistisch, extrem bürokratisch und antidemokratisch, antireligiös
und Menschenfeindlich. Nicht umsonst wird die sogenannte „EU-Verfassung“ überall mehrheitlich abgelehnt.“
Wenn die EU so zentralistisch wäre, wie z. B. die Republik Frankreich seit zweihundert Jahren, dann wären
die antidiskriminierungs Vorschriften schon überall umgesetzt. Davon sind wir meilenweit entfernt, nix
mit Zentralismus! Wenn die EU antidemokratisch wäre, könnten Sie nicht die EU-Parlamentarier in freier,
gleicher und geheimer Wahl bestimmen. Nix mit antidemokratisch! Die EU ist , Dank sei Gott, laizistisch
organisiert. Sonst würden über kurz oder lang irgenwelche Taliban katholischer, evangelikaler oder islamische
Couleur versuchen ihr Süppchen zum kochen zu bringen und DANN wäre die EU eine zentralistische, extrem
bürokratische und antidemokratische Einrichtung, wie die katholische Kirche. Und dass die EU-Verfassung
mehrheitlich abgelehnt wurde ist schlicht und einfach eine Propagandalüge.
#5 Rudolphus 17:07:19 | Freitag, 25. November 2005
Für das hat die EU Geld Die Probleme Lateinamerikas und Afrikas verlangen nach anderen Lösungen – die
Bevölkerung ist es jedenfalls nicht. Auch das zerstörte Europa konnte sich mit Hilfe der USA aufbauen.
Brüssel und Washington scheinen andere Ziele zu vefolgen.
Die EU basiert grundlegend auf keiner wie immer gearteten religiösen und/oder sittlichen Idee. Sie ist
vom Wesen her großkapitalistisch, also auf Ausbeutung und Gewinn-Maximierung hin angelegt. Sie duldet
kein föderalistisches, kulturell vielfältiges Europa, ein Europa der Völker und Vaterländer. Sie ist
zentralistisch, extrem bürokratisch und antidemokratisch, antireligiös und Menschenfeindlich. Nicht
umsonst wird die sogenannte „EU-Verfassung“ überall mehrheitlich abgelehnt. Daß dieser Ungeist jetzt
in Form von „Entwicklungshilfe zum Massenmord an Ungeborenen“ exportiert wird, überrascht eigentlich
gar nicht! Ist es doch nur die logische Konsequenz und Weiterentwicklung der Ideologie der Ausbeutung
und Knechtung seit 1789! richard
#2 28.IX-28.X 11:05:22 | Freitag, 25. November 2005
…wie war das,… …mit dem Herrn Humer???Gerade deshalb brauchen wir solch mutige Menschen wie er!!!
(siehe Artikel unten). Einer, der aufzeigt was WIRKLICH passiert. Solche Herrn Humer’s braucht jetzt dringendst
Lateinamerika!!!
#1 Filip Jovic 11:00:50 | Freitag, 25. November 2005
Abtreibungsmission auch auf Kosten des Steuerzahlers? „In den vergangenen Jahren hat die EU-Kommission –
so Cascioli – die finanziellen Mittel zur Unterstützung der Abtreibung in Europa und der ganzen Welt
verdreifacht. Dabei bediene man sich auch an Geldern, die eigentlich für Zusammenarbeit und Entwicklung
bestimmt sind.“ Deutschland zahlt erheblich Beiträge an die EU. Man müßte mal herausfinden, wieviel
davon für dieses EU-Abtreibungsforum abgezweigt wird (z.B. durch eine parlamentarische Anfrage an die
Bundesregierung). Mich würde auch interessieren, welche Politiker da nach Lateinamerika reisen, um den
Abtreibungsmassenmord – wie wir ihn in Europa haben – zu exportieren. Auch würde mich interessieren,
wie europäische Bischöfe und europäische Laiengremiensich zu dem Thema äußern (wenn sie sich überhaupt
dazu und zur Massenabtreibung im allgemeinen äußern).