Deutschland
Die Schlußfolgerung entspricht nicht der Wirklichkeit
Die bischöfliche Beobachtung, daß an manchen Orten für die Alte Messe nur eine sehr begrenzte Zahl von Gläubigen auftaucht, stimmt. Aber es gibt Gründe dafür. Von Monika Rheinschmitt.
Primizmesse in Stuttgart
Primizmesse in Stuttgart
© www.pro-missa-tridentina.de
(kreuz.net) In ihrer Presseerklärung vom 26. September konstatieren auch die deutschen Bischöfe ein Anwachsen der Meßorte, an denen die Alte Messe regelmäßig gefeiert wird, sowie ein Anwachsen der Zahl der Zelebranten.

Doch die bischöfliche Schlußfolgerung, daß damit in Deutschland ein „Angebot auf breiter Ebene“ zur Verfügung stehe, „das den geistlichen und liturgischen Bedürfnissen Rechnung trägt“, entspricht leider nicht der Wirklichkeit.

Dagegen trifft die bischöfliche Beobachtung für manche Meßorte zu, daß „nur eine sehr begrenzte Zahl von Gläubigen“ die zelebrierten Alten Messen wahrnimmt.

Doch die Ursache dafür ist nicht das verwendete Meßbuch, sondern vielmehr das Datum oder die Uhrzeit und manchmal auch die Örtlichkeit der Meßfeier.

Primizmesse
Primizmesse
© www.pro-missa-tridentina.de
Die untenstehende Liste – die keineswegs vollständig ist – enthält mehr als sechzig Orte, an denen „den geistlichen und liturgischen Bedürfnissen“ der Gläubighen nicht ausreichend Rechnung getragen wird.

Die Grund dafür: Es finden dort gar keine Meßfeiern im Alten Ritus statt; die Termine liegen ungünstig oder die Messen werden zu selten zelebriert.

In der Gemeinde Gerzen im Bistum Regensburg findet die Alte Messe montags um 7.30 Uhr statt. In Bingen-Dietersheim im Bistum Mainz montags um 8.00 Uhr.

In Gießen gibt es gerade mal am zweiten Freitag des Monats um 17.00 Uhr und in Adenau am ersten Donnerstag im Monat um 19.00 Uhr eine Heilige Messe im Alten Ritus. Beide Orte gehören zum Bistum Mainz.

Dagegen sehen die Verhältnisse dort, wo die Alte Messe täglich gefeiert wird und vor allem wo es sonntags ein gesungenes Hochamt gibt, anders aus.

In Stuttgart versammeln sich sonntags um 9.30 h mehr als zweihundert Gläubige in St. Albert – darunter fünfzig Kinder und Jugendliche. Am Mittwoch abend um 18.30 Uhr sind es ungefähr fünzig Meßbesucher.

Papst Benedikt XVI. schreibt in seinem Begleitbrief zum Motu proprio ‘Summorum Pontificum’ an die Bischöfe:

„Mir kommt da ein Wort aus dem zweiten Korintherbrief in den Sinn, wo Paulus den Korinthern sagt: ‘Unser Mund hat sich für euch aufgetan, Korinther, unser Herz ist weit geworden. In uns ist es nicht zu eng für euch; eng ist es in eurem Herzen. Laßt doch als Antwort darauf auch euer Herz weit aufgehen!’ (2 Kor 6, 11-13).

Paulus sagt das in anderem Zusammenhang, aber sein Anruf kann und soll uns gerade auch in dieser Sache berühren. Machen wir unser Herz weit auf, und lassen wir all dem Raum, wozu der Glaube selbst Raum bietet.“


In einem Jahr der Anwendung des Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ ist vieles im Sinne des Heiligen Vaters umgesetzt worden.

Noch mehr aber bleibt zu tun, bis zumindest in jeder größeren Stadt die Gelegenheit besteht, die „geistlichen und liturgischen Bedürfnisse“ der traditionellen Gläubigen zu erfüllen.

Die Verfasserin ist Vorsitzende von ‘Pro Missa Tridentina’ – einer Laienvereinigung für den klassischen römischen Ritus in der katholischen Kirche.
      
33 Lesermeinungen
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#34   Frasim   17:36:33 | Mittwoch, 1. Oktober 2008
@Aleph
Nach der Alten Messe haben zwei Generationen nicht gefragt
Na, woran das wohl gelegen haben mag…!
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#32   Aleph †   14:28:20 | Mittwoch, 1. Oktober 2008
Jesuit
Danke dito :(3
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#31   Jesuit †   14:24:47 | Mittwoch, 1. Oktober 2008
Willkommensgruß
für Aleph!!!!!!!!!!!!!
o^/
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#30   Aleph †   14:23:21 | Mittwoch, 1. Oktober 2008
Alte Messen montags um 3 Uhr früh
Wenn es keine Nachfrage für die Alte Messe gibt, muss doch nicht nach liturgischen und anderen Bedürfnissen geforscht werden. Was soll denn das?
Nach der Alten Messe haben zwei Generationen nicht gefragt und jetzt soll diese Art Messe zu feiern diesen Generationen als belastendes Erbe der Vergangenheit auferlegt werden?
Ich bin für Alte Messen montags früh um 3 Uhr. Damit möglichst viele Altgläubigen daran ungestört teilnehmen können…
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#29   HeinrichvonOfterdingen   21:02:55 | Dienstag, 30. September 2008
Liebe Maria Escorial,
Nicht der Text des vorkonziliaren Ritus ist langweilig sondern einfach das Latein.
… mit Verlaub ein ziemlicher Unsinn. Wie kann eine Sprache langweilig sein? Eigentlich nur wenn man sie nicht versteht, oder? Ein wenig mühe macht es ja vielleicht, aber ich gucke ja nach Möglichkeit einen amerikanischen Film auch im Original mit Untertitel (wenn er einfach genug ist auch ohne) an. Der Gewinn überwiegt die Mühe, hier wie dort.
Zudem gibt es lateinische Priester, die sich häufig verhaspeln und zudem die stillen Texte so rasant lesen, das ich sogar als Schnelleserin mich frage, was hat er denn jetzt alles weggelassen vom Hochgebet?…
Das geht mit allerdings genauso. Ich kann den Text meistens gar nicht so schnell lesen, wie der Priester am Altar. Entweder haben die viel mehr Übung oder sie lassen einfach die Hälfte weg. Ich weiss es nicht. Störend ist häufig auch die Aussprache. Die schlimmsten sind die Franzosen. Obwohl ich nicht so gut Französisch kann, unterhalte ich mich mit den Franzosen, mit denen ich beruflich zu tun habe auf französisch. Deren Englisch ist einfach unverständlich, obwohl sie es oft besser sprechen als ich (zumindest wenn man die Aussprache mal ausser Acht läßt). Noch schlimmer ist allerdings das Latein der frazösischen Priester. Da bin selbst ich manchmal der Meinung, dass es besser wäre ihnen die Messe in ihrem sekundären lateinischen Dialekt zuzugestehen. :-]
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#28   Maria Escorial   20:53:46 | Dienstag, 30. September 2008
manchmal sind die Wiederholungen in Latein
langweilig. Nicht der Text des vorkonziliaren Ritus ist langweilig sondern einfach das Latein. Ich hab schon viele lateinische Messen und Hochämter mitgefeiert, aber es geht mir immer wieder mal so, dass ich einfach des lateins müde werden beim anhören. Ich mach mir da nichts vor, wie die anderen die da so überenthusiastisch alles glorifizieren was in Latein gesungen und gesprochen wird. Zudem gibt es lateinische Priester, die sich häufig verhaspeln und zudem die stillen Texte so rasant lesen, das ich sogar als Schnelleserin mich frage, was hat er denn jetzt alles weggelassen vom Hochgebet?…
Wem’s auch so geht der melde sich doch mit Votum?.
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#27   LandorganistII   08:09:39 | Dienstag, 30. September 2008
Ich glaube ich schrieb es schon…
Hetznet macht nur noch müde.
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#26   28.IX-28.X   08:02:53 | Dienstag, 30. September 2008
Also doch zweite Klasse Messe?!
Da der Erzbischof kommt, wird die Hl.Messe abgesagt!
Warum feiert der Erzbischof nicht die Hl.Messe sondern nur ein Mahl? Die wollen die Kirche zerstören und nicht aufbauen. Da ist,Gott sei Dank, die FSSPX dagegen resistent! :)3
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#25   Hochmut   00:07:38 | Dienstag, 30. September 2008
Berichtigung bzw. Aktualisierung
In Traunstein, (Primizstadt des Heiligen Vaters), Erzdiözese München-Freising, gibt es ab Sonntag, den 05.Oktober regelmäßig eine Sonntagsmesse im ausserordentlichen Ritus. Die Uhrzeit steht noch nicht fest. Es zelebriert ein Priester des Instituts Christkönig / Bayrisch Gmain in der Salinenkapelle am Karl-Theodor-Platz in der Au. Jede Menge Parkplätze vorhanden. In der Salinenkapelle ca. Platz für 70 Gläubige.
Gleich eine Woche später, am 12.0ktober besucht Erzbischof Marx die Stadt Traunstein. An diesem Sonntag wird es keine Hl. Messe im ausserordentlichen Ritus geben.
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#24   Frasim   23:49:01 | Montag, 29. September 2008
@st.georg
Die Liste soll verdeutlichen, an welchen Orten die alte Messe von Gläubigen gewünscht wird, dies aber gar nicht oder sehr restriktiv gehandhabt wird…
Alle Orte, wo Sonntagsmessen oder eine feste Gemeinde im alten Ritus bereits existiert, sind auf ihr nicht verzeichnet!
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#23   clarissa colonia   23:03:29 | Montag, 29. September 2008
Nur, damit wir nicht vom Thema abkommen:
Heute ist der 118. Geburtstag von Alfredo Ottaviani!
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#22   Gotthard   22:51:10 | Montag, 29. September 2008
@HvO …
Wenn sie damals mindestens 20 waren, so sind sie schon alle dem Rentenalter ziemlich nahe. Und dem Tode.
Du bist doch ein absoluter Idiot!
Deine Lebendigkeit habe ich noch alle Male … was kannst Du schon vorweisen?
Außer dummem Geschwätz kommt von Dir doch überhaupt nichts … arme nachwachsende Generation!
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#21   st.georg   22:11:14 | Montag, 29. September 2008
@artikel
was soll diese begefügte gefakte liste?
keine der hl.messen im ausserordentlichen ritus im erzbistum berlin sind hier aufgeführt ( sowohl wochentags- als auch sonntagsmessen ). berliner und gläubige aus dem umland dürften kein problem haben eine kirche mit öffentlichen verkehrsmittel zu erreichen ( 5 stellen in berlin / 1 in potsdam )…
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#20   clarissa colonia   22:08:12 | Montag, 29. September 2008
Werter Clemens Paul,
sollte ich von falschen Zahlen ausgehen, wären es die in diesem Forum genannten. Nun werden Sie wohl kaum bezweifeln wollen, daß die Katholiken Ingolstadts nunmehr die – wie beliebten Sie das auszudrücken? – „echte Wahlfreiheit“ unter echten Bedingungen hatten. Diese Wahlfreiheit wurde immerhin von nachweislich ca. 0,15% der Katholiken Ingolstadts genutzt. Das ist schon beachtlich.
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#19   HeinrichvonOfterdingen   21:56:36 | Montag, 29. September 2008
Lieber Clemens Paul,
Sie haben wohl recht, weil das Herz des Menschen das Wahre und das Unverfälschte sucht. Und weil die Modernisten auch so schon ziemlich alt aussehen. Alles Leute, die im Jahre ‘68 intellektuell geerdet sind. Wenn sie damals mindestens 20 waren, so sind sie schon alle dem Rentenalter ziemlich nahe. Und dem Tode.
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#18   Clemens Paul   21:52:57 | Montag, 29. September 2008
Werte Clarissa,
Sie gehen von falschen Voraussetzungen und von falschen Vergleichszahlen aus.
Was wäre, wenn die Kirchgänger in allen Pfarreien echte Wahlfreiheit zwischen außerordentlicher und ordentlicher Messform hätten – unter den gleichen Bedingungen? Ich glaube, die Freunde des NOM sähen relativ alt aus.
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#17   Thomas-2   21:33:49 | Montag, 29. September 2008
Matthias_DD
Sie sprechen von einem Exerzitienkurs, den H. H. Pater Martin Ramm zweimal jährlich in Marienfried durchführt und damit aus Sicht der Gebetsstätte zu einer etwas besseren Auslastung des Exerzitienhauses beiträgt. Bei den an den Kirchentüren angekündigten Einkehrtagen und Exerzitienkursen wird H. H. Pater Ramms Exerzitienangebot allerdings schamhaft verschwiegen.
Es stimmt, dass während der angesprochenen Exerzitien täglich die Hl. Messe in der außerordentlichen Form angeboten wird. Damit widerlegen Sie aber nicht meine Schilderungen, die beispielhaft aufzeigen, wie lieblos und ungerecht man in Marienfried mit Priestern und Gläubigen umgeht, die die überlieferte Form der Liturgie schätzen. Wer dafür die Hauptverantwortung zu tragen hat, kann ich nicht beurteilen.
Tatsache ist, dass sowohl an Allerheiligen als auch am 1. und auch am 2. Weihnachtfeiertag keine Hl. Messe in der außerordenlichen Form stattfinden darf, weil diese Tage nicht auf einen Sonntag fallen.
Im Übirgen wäre ich sehr vorsichtig mit Dingen, „die man so hört“. Ausdrücklich möchte ich Sie, lieber Matthias jedoch ermutigen, Marienfried trotzdem die Treue zu halten. Vielleicht eröffnet der für Sommer nächsten Jahres angekündigte Wechsel in der Leitung der Gebetsstätte endlich die Möglichkeit, dass Marienfried aus dem schon 13 Jahre andauernden Dornröschenschlaf endlich erwacht. Beten wir dafür!
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#16   clarissa colonia   21:25:49 | Montag, 29. September 2008
Nun, werter Clemens Paul,
von schlechtem Gottesdienstbesuch kann bei einem Quorum von 0,15% in Ingolstadt ja nicht wirklich gesprochen werden, oder?
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#15   Gotthard   21:17:04 | Montag, 29. September 2008
Rheinschmitt
Sprecherin Monika Rheinschmitt wünscht sich, „in jeder größerenStadt eine Kirche, in der sonntags zu vernünftiger Zeit der alte Ritus gefeiert werden kann“… so im WDR!
Streicht auf ihrer Liste alle „kleineren Städte und Dörfer“, dann schaut das Ergebnis doch schon recht ordentlich aus.
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#14   Clemens Paul   21:16:22 | Montag, 29. September 2008
@ Ludwig
Zeigt aber auch Verständnis für den grossen Teil der Gläubigen die am NOM festhalten wollten.
Die Gläubigen, die am NOM festhalten wollen, gehören einer aussterbenen Rasse an. Noch nie waren NOM-Messen so schlecht besucht wie heute.
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#13   Matthias_DD   20:26:20 | Montag, 29. September 2008
@thomas Marienfried
Was Sie sagen stimmt (mindestens teilweise) einfach nicht! Ich hatte im März Gelegenheit, in der Gnadenkapelle eine ganze Woche täglich die Hl. Messe im trid. Ritus mit Pater Ramm FSSP zu feiern, gerade marienfried macht sich unter den deutschen Wallgfahrtsstätten sehr verdienst um die Erhaltung der Tradition (wie man so hört, handeln sie sich damit auch eine Menge Ärger ein!)
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#12   juergen   19:56:28 | Montag, 29. September 2008
Listen
Man könnte gut eine Liste aufstellen, die hier sicher mehrere Seiten füllt, wenn man all jende Gemeinden aufführt, wo es auch keine Messe im NOM gibt.
o.O
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#11   clarissa colonia   19:55:48 | Montag, 29. September 2008
Da, darin muß ich Ihnen zustimmen, werte Ordensburg,
das Motuproprio die Entscheidungsbefugnis zunächst in die Kompetenz des um Zelebration angegangenen Geistlichen legt, gerät jeder Versuch, dies an die Zustimmung eines Dritten zu binden in den Verdacht der Rechtsbeugung.
Gleichwohl bitte ich zu berücksichtigen, daß das Motuproprio Regelungen trifft, die in die genuine Amtsbefugnis des Episcopus loci resp. dioecesanus fallen (cfr. cann. 381-402 CIC), ohne daß eine wirklich tragfähige Einordnung in die Frage der pastoralen Gesamtverantwortung des Bischofs vorgenommen worden ist – nun ja, das ist ja für „PapaRatzi“ nichts wirklich Neues. Daß in dieser Situation die Diözesanbischöfe bzw die Bischofskonferenzen (und beileibe nicht nur die deutsche) Ausführungsbestimmungen erlassen, liegt in deren konkreter Seelsorgsverantwortung und darf nicht verwundern – obwohl nicht zu streitig ist, in welchem „Geiste“ diese ergangen sind.
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#10   Krak des Chevaliers   19:44:03 | Montag, 29. September 2008
Ungehorsam?
Ich kenne Priester, die schon vor der Veröffentlichung des MPs die alte Messe in forma privata zelebriert haben. War das nun Ungehorsam dem Bischof gegenüber? Im Nachhinein kann das nicht als Ungehorsam ausgelegt werden, da die Alte Messe ja nie verboten gewesen ist. Wie aber sind dann all die Verbote zu werten, die von bischöflichen Ordinarriaten gegenüber Priestern ausgesprochen wurden, die die Alte Messe zelebriert haben? Wie ist es zu werten, wenn sogar jetzt noch Priestern mehr oder weniger offen verboten wird, die Missa Tridentina zu feiern? Die Modernisten in den Ordinarriaten sind immerhin noch so intellegent, Mittel und Wege zu finden, der Alten Messe und den Priestern, die sie feiern wollen, immer wieder neue Steine in den Weg zu legen. Man könnte da evtl. sogar von Rechtsbeugung sprechen. o.O
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#9   clarissa colonia   19:14:29 | Montag, 29. September 2008
Die genannte Vereinigung und ihre respektable Vorsitzende
machen sich also anheischig, Interessenvertretung der „tridentinischen Messe“ in der Kirche, oder gegenüber der Kirche, oder der „itdentinisch-meßinteressierten Gläubigen“ gegenüber den Diözesanverwaltungen zu sein. Angesichts dieses Anspruchs wird man wohl unterstellen müssen, daß die dieses Anliegen ansprechenden Sprecher auch entsprechenden diözesanen Ansprechpartner kennen.
Also, wendete ich mich an Bischof Dr. Genn oder Generalvikar Dr. Thönnes am Zwölfling in Essen, um eine tridentinische Messe in Bad Münstereifel zu beantragen, erhielte ich wohl die frustrierende Auskunft, da sei man wohl leider nicht zuständig; wäre man mir freundlich gesonnen, riete man mir vielleicht, mich mit meinem Antrag in die kölner Marzellenstraße zu begeben …
Wenn schon die Voraussetzungen fehlerhaft sind, wie müssen dann wohl die Schlußfolgerungen aussehen …?
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#8   Thomas-2   19:09:25 | Montag, 29. September 2008
Ergänzung
An der Gebets- und Pilgerstätte Marienfried, 89284 Pfaffenhofen (Diöz. Augsburg) gilt an kirchlichen Feiertagen die Sonntagsordung. Einzige Ausnahme: Die Hl. Messe in der außerordentlichen Form, die am Sonntag üblicherweise um 11:30 Uhr beginnt, darf an Festtagen, die nicht zufällig auf einen Sonntag fallen, nicht zelebriert werden.
Üblich ist auch, das Ansuchen von Priestern um eine Zelebrationsmöglichkeit (privat, oder mit einer Pilgergruppe) mit einer fadenscheinigen oder gar keiner Begründung willkürlich abzulehnen. – Reine Schikane! Wenn es nicht so traurig wäre, müsste man lachen: Unmittelbar nach der Veröffentlichung von „Summorum pontificum“ wurde einem Priester die „private“ Zelebration verweigert, mit dem Hinweis, dass die „alte“ Messe noch verboten sei. Dass die „alte“ Messe nie verboten war gilt erst ab dem Fest Kreuzerhöhung!? :-S
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#7   Ludwig   19:02:29 | Montag, 29. September 2008
Messverzeichnis
Leute ihr seit doch selbst schuld. Wenn ihr die Priester und Bischöfe wie Dreck behandelt, ihnen vorwerft sie handeln falsch, verstossen gegen welche Richtlinien dann dürft ihr euch nicht wundern wenn eure Anträge in der Kirchenbürokratie untergeht. Behandelt die Priester und Bischöfe so wie ihr auch angesprochen und behandelt werden. wollt.
Zeigt aber auch Verständnis für den grossen Teil der Gläubigen die am NOM festhalten wollten. Meint nicht dass ihr weil das ganze auf Latein stattfindet die besseren Christen seit.
Die meisten Priester haben soviel Arbeit, dass diese nicht mehr wissen wo Ihnen der Kopf steht und dann kommt ihr und wollt eine Extrawurst gebraten haben. Im übrigen beherrschen die meisten Priester auch nicht mehr das Handwerk um den tridentinischen Ritus zu zelebrieren. Es ist doch auch keinem Priester zu zumuten dass der das Handwerkszeug bei den schismatischen und exkomunizierten Piustransen lernt.
Die vorstehende Liste ist nicht vollständig. Es wurde zum Beispiel die Diözese Passau vergessen. Sowohl in Altötting als auch in Tann wird diese Messe auch gehalten.
Das Angebot ist ausreichend. Mit etwas guten Willen ist es doch euch „Rechtgläubigen“ möglich so eine Messe zu besuchen. Bildet doch einfach Fahrgemeinschaften oder fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmittel dahin. Das keine Opfer an Geld und Zeit könnt ihr doch sicherlich bringen.
Als sich nicht aufregen und aus den Gegebenheiten das Beste machen. Denkt daran Konkurrenz belebt das Geschäft.
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#6   Clemens Paul   18:03:19 | Montag, 29. September 2008
Wie soll es weitergehen?
Es gibt in Deutschland also mehr als 60 Orte, an denen „den geistlichen und liturgischen Bedürfnissen“ der Gläubigen nicht ausreichend Rechnung getragen wird.
Da würde ich gerne einmal wissen, wie die betroffenen Gläubigen jetzt weiter verfahren wollen. Soll ein zweiter Versuch gestartet werden? Haben sich die betroffenen Gruppen direkt an ihren Diözesanbischof gewandt? Wurde die Päpstliche Kommission „Ecclesia Dei“ informiert?
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#5   Lorenz   17:50:04 | Montag, 29. September 2008
Wann beschäftigt sich kreuz.net
mit den riesigen Lücken in der Altmess-Standortkarte …w.pro-missa-tridentina.de/…en/standortkarte.htm, die im Norden und Osten des Jurisdiktionsbezirkes der DBK klaffen?
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#4   Krak des Chevaliers   17:40:21 | Montag, 29. September 2008
Auch die Bischöfe müssen gehorchen
Auch die Bischöfe müssen dem Heiligen Vater gehorchen. Mit irgendwelchen Tricks jedoch handeln sie gegen die Willen des Heiligen Vaters. o.O
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#3   r.ruhrgebietler   17:32:04 | Montag, 29. September 2008
Leider ist z.B. Mülheim an der Ruhr ebenfalls nicht dabei
Essen – ebenfalls Fehlanzeige (FSSPX sei Dank!!! daß es Euch wenigstens gibt!!!)
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#2   kaylet   17:27:28 | Montag, 29. September 2008
Veröffentlichungsverbot
So sieht die Realität aus:
Wir haben eine feste Gruppe, einen Priester, einen Kantor und das „Zubehör“ (vom Missale bis Kasseln usw.), aber:
– Katholische Kirchen bleiben uns verschlossen (obwohl es natürlich freie Termine gäbe)
– Messe soll in einer Art Wohnzimmer stattfinden in einem Pfarrhaus. Dies ist völlig ungeeignet (zu kleiner Altar, keine musikalische Begleitung möglich, Kniebänke fast ein Fall für Amnesty International)
– Veröffentlichung der Termine verboten!!!!!!!!!!!!!
(Anträge zur Veröffentlichung werden nicht beantwortet, Zettel vor den Kirchen verteilen wird als spalterische Akt scharf verurteilt)
– Im Parrhaus, wo die Messe stattfinden soll, steht in den Vermeldungen: „Keine Heilige Messe“ für den Tag, wo sie stattfindet
– Haben eine geeignete evangelische Kirche gefunden, die bereit ist, uns zu beherbergen: Das Ordinariat verbietet das!!!!!!!!!!!!!!!!!!
(Selbstredend finden Messen im NOM in vielen evangelischen Landkirchen im Umkreis statt.)
Der Priester ist natürlich dem Bischof Gehorsam, was anders kommt nicht in Frage auch für die Gläubigen. Das Umfrageergebnis kann man aber so in die Tonne kloppen, es ist manipuliert.
Man muss noch zusätzlich bedenken, dass diese feindliche Reaktionen natürlich viele Gläubige, die Interesse signalisiert hatten, verschreckt.
Die Bischöfe setzen des MP nicht um!!!!!
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#1   Krak des Chevaliers   16:45:35 | Montag, 29. September 2008
Veröffentlichung verboten
Die Ordinarriate verbieten Priestern, die die Alte Messe in forma privata feiern, die Veröffentlichung der Messzeiten. So kann man es auch machen, wenn man die Alte Messe unterdrücken will. o.O
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